Flughafen Berlin: Während der Ferientage werden bis zu 65.000 Reisende täglich erwartet.

Wartezeiten bei Gepäck und CheckinChaos zu Ferienbeginn am Flughafen Berlin

Zum Start der Herbstferien kommt es am BER zu riesigen Schlangen und Wartezeiten bei der Gepäckabgabe.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Der Flughafen Berlin hatte es schon angekündigt. Man erwarte in den Herbstferien ein erhöhtes Reiseaufkommen und teilweise bis zu 65.000 Passagiere pro Tag, kündigte er am Donnerstag (7. Oktober) an. 900.000 Fluggäste würden über den gesamten Ferienzeitraum erwartet. Reisenden wurde vom BER geraten, zwei Stunden früher zum Flughafen zu erscheinen. Einzelne Fluggesellschaften empfahlen sogar drei oder vier Stunden.

Dennoch ließ sich auch dadurch nicht verhindern, dass es teils zu chaotischen Szenen kam. Tweets von Reisenden zeigen riesige Schlangen beim Check-in. Eine Nutzerin schreibt, dass es beim Checkin mehrerer Flüge der Lufthansa-Gruppe zu Problemen kommt. Von anderen heißt es, dass man bei der Ankunft rund zwei Stunden auf das Gepäck warten muss. Auch bei der Beladung scheint es zu Problemen zu kommen. Mitarbeitende nennen als Grund Personalmangel.

Prozesse für Zeit ohne Corona optimiert

Zuständig für die Besetzung der Check-in-Schalter sind die Airlines oder Dienstleister, die Bodenabfertigung übernimmt ebenfalls ein Dienstleister und der Flughafen ist auch für die Stellung von Personal zuständig. Noch immer herrscht bei fast allen von ihnen Kurzarbeit. Auch wenn die Passagierzahlen steigen, herrscht noch kein Normalbetrieb. Hinzu kommt, dass am Flughafen nur eines von zwei Terminals geöffnet ist.

Ein Sprecher des Flughafens Berlin-Brandenburg erklärt, man sei sich bewusst, dass die Situation nicht sehr angenehm sei. Das Problem entstehe, da die Prozesse für eine Zeit ohne Corona optimiert seien. Kommt eine Pandemie dazu, komme man ins Straucheln. «Viele Abflüge zu Ferienbeginn gehen nach Spanien, Italien, Griechenland. Hinzu kommen Flüge ins Vereinigte Königreich», sagt er.

Verschiedene Vorgaben in verschiedenen Ländern

Überall müsse das Personal verschiedene Dokumente kontrollieren, überall gälten verschiedene Regeln. Das koste Zeit. Daher habe man bereits im Vorfeld darauf hingewiesen, dass die Reisenden früh am Flughafen erscheinen sollten. «Die Corona-Regularien führen zu zusätzlichem Aufwand beim Check-In, da alle zur Einreise erforderlichen Dokumente kontrolliert werden müssen», sagt auch ein Sprecher der Lufthansa. Oftmals sei ein Online-Check-In nicht möglich.

«Deswegen hat die Lufthansa Group die Check-In-Kapazitäten in Berlin zum Ferienbeginn erheblich aufgestockt.» Zudem setze man zusätzliche Mitarbeiter ein, die die Fluggäste bereits im Wartebereich unterstützen. «Sollte es dennoch zu Unannehmlichkeiten kommen, bedauern wir das.»

Mehr zum Thema

Abflugshalle in Düsseldorf: Es kam zu Tumulten.

Chaos um Pegasus-Flüge in Düsseldorf - Polizei vor Ort

Der Flughafen Düsseldorf schafft es mit 7,61 sogar auf Platz 16.

«Ausnahmesituation» am Flughafen Düsseldorf

Lufthansa-Jet in Bremen (Archivbild): Die Frankfurt-Flüge kehren zurück.

Lufthansa nimmt Flüge zwischen Bremen und Frankfurt wieder auf

Lufthansa Aviation Center in Frankfurt: Hier werden überproportional Stellen wegfallen.

«Die Antwort wird sich nicht auf magische Weise ändern» - Lufthansa verliert auf X die Geduld mit einem Kunden

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier