Die Cessna Sky Courier: Ab sofort auch mit Gravel Kit erhältlich.

Gravel KitCessna Sky Courier kann jetzt auch auf Schotterpisten landen

Textron stattet sein neues Fracht- und Passagierflugzeug mit einem Gravel Kit aus. Der Kundenkreis für die Cessna Sky Courier soll damit erweitert werden. Aber was ist ein Gravel Kit überhaupt?

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Vor noch nicht mal einem Jahr feierte Textron die Musterzulassung der Federal Aviation Administration FAA für die Cessna Sky Courier. Die neue Turboprop-Maschine gilt als robust und sparsam und ist das größte Modell, das der amerikanische Hersteller je entwickelt hat. Es ist von Grund auf neu. Mittlerweile sind sechs Exemplare ausgeliefert worden – an Erstkunde Fedex Express.

Jetzt bringt Textron ein sogenanntes Gravel Kit für die Sky Courier auf den Markt. Damit erhöhten sich die Einsatzmöglichkeiten der zweimotorigen Maschine deutlich, die es als Passagier- und Frachtversion gibt. Der Hersteller nennt Regierungsbehörden, Militärs sowie Ambulanzflugunternehmen als potenzielle Kunden. Die ersten Auslieferungen mit dem Schotter-Kit sollen noch in diesem Monat beginnen.

Nur was ist ein Gravel-Kit?

Nur was ist ein Gravel-Kit? Diese Zusatzausrüstung ermöglicht es Flugzeugen, unbefestigte Start- und Landebahnen anzufliegen. Sie umfasst mehrere Anpassungen, um Beschädigungen zu vermeiden. Es geht vor allem darum zu vermeiden, dass das Bugfahrwerk beim Rollen Fremdkörper wie Grasbüschel oder Steine (im Jargon Foreign Object Debris oder kurz FOD genannt) in das Triebwerk und auf die Unterseite des Rumpfes oder der Tragflächen spritzt. Auch direkt dürfen Fremdkörper nicht vom Boden in die Motoren gelangen können.

Schon Ende der 1960er-Jahre entwickelte Boeing für die 737-100 und -200 ein Gravel Kit. Dieses umfasste eine Ablenkungsvorrichtung (Nose-Gear Gravel Deflector), die verhindern, dass Kies in die Triebwerke gelangen kann. Zusätzlich gibt es kleinere Ablenkungsvorrichtungen am Hauptfahrwerk, um Schäden an den Landeklappen zu vermeiden.

In Nordkanada noch bei Boeing 737 im Einsatz

Neben zahlreichen Verstärkungen und schützende Metallabschirmungen über Hydraulikschläuche und Bremskabel gehören auch schützende Gitter im Radkasten zum Schutz der Bauteile zu Gravel Kits. In Nordkanada fliegen immer noch beispielsweise Boeings, die mit diesen Schützen ausgestattet sind.

Mehr zum Thema

The first twenty seconds in the air: Textron's Cessna 408 Sky Courier on its first flight.

Die Cessna Sky Courier fliegt

Cessna-Sky-Courier-Testflieger: Müssen sich nun beweisen.

Cessna Sky Courier startet Zertifizierungsflüge

Was die Ilyushin Il-114-300 alles bietet

Was die Ilyushin Il-114-300 alles bietet

Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.

Warum wenige Jahre alte Airbus und Boeing-Flugzeuge schon verschrottet werden

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies