Flugbegleiterin von Cathay Pacific: Künftig sind auch Hosen erlaubt.

BekleidungsregelnCathay Pacific hebt die Rock-Pflicht auf

Nach 70 Jahren lässt die asiatische Airline ihren Stewardessen mehr Freiheit bei der Uniform. Hosen oder Rock - das ist weltweit immer wieder ein Thema.

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Ein alter Zopf wird abgeschnitten: In Verhandlungen mit den Gewerkschaften hat Cathay Pacific dem weiblichen Flugpersonal sowie anderen uniformierten Angestellten das Recht eingeräumt, bei der Beinbekleidung zukünftig zwischen Rock und Hose auswählen zu können. Bis es so weit ist, können aber noch drei bis fünf Jahre vergehen: Die Reform soll mit dem nächsten Erneuerung der Uniformen umgesetzt werden.

Die Wahlfreiheit für die Angestellten sei genauso wichtig wie jene für die Passagiere, begründete die Fluggesellschaft den Schritt. Angestellte von Cathay Pacific und der Regionaltochter Cathay Dragon sollten sich in ihrer Berufsbekleidung wohl fühlen und so ihre Aufgaben bestmöglich ausführen können.

Problem mit Belästigung

Eine Gewerkschaftsvertreterin gab gegenüber der Zeitung Guardian die Problematik der sexuellen Belästigung als Ursache für die Forderung an. Diese finde nicht nur während der Arbeitszeit statt, sondern beispielsweise auch im öffentlichen Verkehr. Viele Flugbegleiterinnen hätten über Vorfälle berichtet, bei denen versucht worden sei, Bilder von unter dem Rock aufzunehmen.

Eine andere Personalvertretung bezeichnete die Neuerung als willkommene Möglichkeit, sich ein frisches Image zu verpassen und althergebrachte Klischees über Stewardessen zu überwinden. Hosen bei Flugbegleiterinnen sind immer wieder ein Thema. British Airways stimmte dem Hosentragen erst 2016 nach Verhandlungen zu. 2013 setzte die Menschenrechtskommission Südkoreas durch, dass die weiblichen Angestellten von Asiana Hosen tragen dürfen.

«Wollen keine Hosen»

Als Etihad 2015 neue Uniformen vorstellte, sprach der Designer davon, dass «es den weiblichen Crewmitgliedern nicht erlaubt» sei, Hosen zu tragen. «Ihre Weiblichkeit soll mit Röcken unterstrichen werden.» Die Golfairline sagte, das sei ein Übersetzungsfehler. Die Flugbegleiterinnen wünschten sich ganz einfach keine Hosen.

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