Höhenleitwerk mit Anzeige der verschiedenen Positionen: Unter gewissen Bedingungen wirken große Kräfte auf das Teil.

Wiederzulassung der 737 MaxBoeings neuste Sorge gilt der Körperkraft der Piloten

Sind alle Piloten kräftig genug, um das Höhenleitwerk der 737 Max in Extremsituationen zu bewegen? Diese Frage stellten sich Behörden und Boeing.

Top-Jobs

Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Bei den Arbeiten zur schnellen Aufhebung des weltweiten Flugverbots für die 737 Max sind Boeing und die Luftfahrtbehörden auf eine Hürde gestoßen: die Grenzen des menschlichen Körpers. Im Verlauf kam die Frage auf, ob wirklich alle Piloten kräftig genug sind, um in einer Notlage die erforderlichen Maßnahmen treffen zu können, wie die Zeitung Wall Street Journal schreibt. Denn in gewissen Fällen braucht es extrem viel Kraft, um das Höhenleitwerk zu bewegen.

Das umstrittene Maneuvering Characteristics Augmentation System MCAS der Boeing 737 Max soll eigentlich eine Strömunsabriss verhindern. Doch es kann bei falschen Inputs der Anstellwinkel-Sensoren das Höhenleitwerk auch automatisch verstellen, obwohl das gar nicht nötig wäre. Dadurch wird die Nase des Flugzeuges nach unten gedrückt. Die Piloten müssen zuerst das MCAS und automatische Trimmung ausschalten. Dann müssen sie am Trimmrad im Cockpit (im Bild unten, neben den Schubhebeln) manuell Gegensteuer geben. Bei hohen Geschwindigkeiten und hohem Luftdruck benötigt das enorm viel Kraft.

aeroTELEGRAPH

Zusätzliche Ausbildung nötig?

Genau das könnte auch bei den beiden Abstürzen der Boeing 737 Max von Ethiopian Airlines und Lion Air passiert sein, vermuteten schon vor einiger Zeit Experten. Darum führten Boeing und die Behörden ausführliche Untersuchungen zu den körperlichen Voraussetzungen durch - mit Ingenieursberechnungen, Simulatorflügen und Flugtests. Das habe die Wiederzulassung der Boeing 737 Max verzögert, so das Wall Street Journal.

Die Folge sei, dass man gewisse Annahmen im Rahmen des Prüfprozesses nochmals überdenken musste. Änderungen am Design der Flieger sind gemäß dem Bericht, der sich auf Kenner der Verhältnisse stützt, nicht nötig. Die Behörden und Boeing ziehen aber offenbar Anpassungen bei betrieblichen Abläufen, Ausbildung und Handbüchern in Betracht, um dem Problem Herr zu werden. Diese würden zum Korrekturpaket gehören, welches Voraussetzung zur Wiederzulassung der Boeing 737 Max ist.

Mehr zum Thema

Höhenleitwerk einer Boeing 737 Max von Lion Air (im Kreis): Gegenläufige Kräfte.

Brachte dieser Effekt die 737 Max zum Absturz?

Boeing 737 Max von Lion Air: Ungeschulte Piloten hatten schlechte Karten.

40 Sekunden, um die Katastrophe zu verhindern

Boeing 737 Max 8 im Flug: Viele Passagiere sind zurzeit skeptisch.

Was Passagiere über die Boeing 737 Max wissen müssen

boeing 787 air new zealand imtow

Boeing 787-9 und -10 haben jetzt mehr Reichweite - und das ist für Boeing eine doppelt gute Nachricht

Video

Boeing 727 landet am 28. April am Flughafen Doncaster Sheffield: Es war die erste Landung eines großen Flugzeugs seit 2022.
Vier Jahre lang lag der britische Flughafen im Dornröschenschlaf. Jetzt soll er wieder Flüge bekommen. Die erste Landung am Flughafen Doncaster/Sheffield absolvierte aber ein Oldie.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Es wird gearbeitet am FLughafen Basel/Mulhouse.
Am Euro Airport steht das Herz des Flugbetriebs still: Für 36 Tage wird die Hauptpiste komplett erneuert. Wo sonst Jets im Minutentakt starten und landen, dominieren nun Baumaschinen. Ein Besuch am Flughafen Basel/Mulhouse/Freiburg im Ausnahmezustand.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
Zwei Mitarbeitende von Alaska Airlines: Teil des Sicherheitsvideos.
Die fünftgrößte Fluggesellschaft der USA führt erstmals in ihrer Geschichte ein eigenes Sicherheitsvideo ein. Der Schritt von Alaska Airlines erfolgt aus einem ganz bestimmten Grund.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin