Boeing 747-8: Bestellungen lassen zu wünschen übrig.

JumboBoeings Leasing-Wette auf die 747

Die Boeing 747 verkauft sich nicht gut. Der Hersteller glaubt dennoch an den Flieger - aber nicht unbedingt im direkten Verkauf.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Die Boeing 747-8 ist kein Verkaufsschlager. Für die Passagierversion hat der amerikanische Flugzeugbauer seit Jahren keine Bestellung mehr an Land gezogen. Auch die Frachtversion interessiert nur mäßig. Immerhin: UPS bestellte im vergangenen Oktober 14 Fracht-Jumbo-Jets. Boeing gibt die 747 aber offenbar nicht auf, nur will der Konzern anders damit Geld verdienen als üblich.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, machen die Boeing 747 inzwischen rund einen Viertel des Portfolios des Leasingarms Boeing Capital aus. Das Volumen an Jumbo-Jets hat sich demnach seit 2012 verfünffacht, wie aus Unterlagen hervorgeht, die der Konzern der Börsenaufsicht zur Verfügung stellen muss.

Fracht-Zukunft

Boeing Capital zählte 2016 Deals für die Jumbos im Wert von 1,26 Milliarden Dollar. Der größte Teil davon betraf die neue Version 747-8. Laut Bloomberg verleast Boeing die Flieger an Frachtairlines in Ländern wie Russland oder Aserbaidschan.

Im Frachtbereich sieht Boeing denn auch die Zukunft des Jumbos. «Die Zukunft der 747-8 ist eng mit der des Frachtmarkts verbunden», so Verkaufschef Randy Tinseth laut Bloomberg. «Wir schauen uns das Segment genau an, es erholt sich.» Tatsächlich sieht es in dem Bereich gut aus. Im Januar wuchs der Cargo-Markt 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum - das ist deutlich mehr als der Schnitt von drei Prozent über die vergangenen fünf Jahre.

Baldiges Ende?

Ob das nun heißt, dass Boeing den vierstrahligen Jet auch weiter produziert, ist nicht klar. Denn Boeing Capital verleast zu einem großen Teil gebrauchte Flieger. Eigentlich sah es denn auch vor nicht allzu langer Zeit sogar so aus, als hätte Boeing sich damit abgefunden, dass es die Königin der Lüfte nicht mehr lange gibt.

Die Produktionsrate für die 747-8 wurde auf ein für die Flugzeugproduktion fast homöopathisches Niveau heruntergefahren. Nur noch eine halbe Maschine im Monat verlässt derzeit das Werk. Denn Bestellungen blieben aus. Sollte das so weiter gehen, so prognostizierte Boeing kürzlich, sei es «absolut wahrscheinlich», dass man das Programm beende.

Mehr zum Thema

Boeing 747-8 von Lufthansa: Die First befindet sich im Hauptdeck.

Lufthansa verrät erste Details zu Allegris in ihren Boeing 747-8

Boeing 747-8 von Lufthansa hopst und startet wieder durch

Boeing 747-8 von Lufthansa hopst und startet wieder durch

Boeing 747-8 F von Atlas Air: Feuer aus dem Triebwerk.

Boeing 747-8 F von Atlas Air muss mit Triebwerksschaden umkehren

Allegris-First-Class-Suite und Boeing-747-8-Nase: Spezialauftrag.

Lufthansa Technik passt Allegris-First-Class an Boeing 747-8 an

Video

latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack