D-ABUB von Condor: Brachte die Passagiere schließlich ans Ziel – fast, zumindest.

Ein Flug, zwei Jets, zwei Notfälle

Die Passagiere einer Condor-Maschine erlebten eine unangenehme Reise. Nach zwei außerplanmäßigen Landungen landeten sie am falschen Ziel.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Die Passagiere von Flug DE2078 freuten sich auf ihren Urlaub in Florida. Mit Condor sollten sie am Dienstag (24. Juni) von Frankfurt nach Fort Lauderdale fliegen. Doch die Reise verlief alles andere als glatt. Die Boeing B767-300 mit Registrierung D-ABUZ befand sich gerade über dem Atlantik, als die Crew einen Notfall meldete. Sie befand sich gerade nahe der portugiesischen Inselgruppe der Azoren. «Man bemerkte einen elektrischen Geruch und wollte daher sicherheitshalber landen», erklärt Condor-Sprecher Johannes Winter gegenüber aeroTELEGRAPH. Der Jet habe sich aber zu keinem Zeitpunkt in einer Notlage befunden. Gesendet habe man den Notruf, weil der Flughafen in Lajes kein Passagier- sondern ein Militärflughafen ist und so unter Umständen eine schnellere Landung möglich ist. Und so landete die Maschine schließlich auch sicher in Lajes.

Die Passagiere konnten ihre Reise etwa 25 Stunden später in einer Ersatzmaschine fortsetzen, die auf die Azoren überführt worden war. Doch bei dieser Verspätung blieb es nicht. Denn auch die zweite B767-300 mit Registrierung D-ABUB flog nicht direkt zum Ziel. «Es geschah genau das gleiche», so Winter. Auch im zweiten Flieger bemerkte man an Bord offenbar einen leichten, elektrischen Geruch.

Weitere Landung auf Bermuda

Die Crew der Ersatzmaschine entschied sich daher, auf der Inselgruppe Bermuda außerplanmäßig zu landen. Dieses Mal sendete man allerdings keinen Notruf. Die B767 landete sicher und ohne Notfall-Maßnahmen im britischen Hoheitsgebiet. Fünf Stunden später konnte sie laut dem Fachportal Aviation Herald ihren Flug fortsetzen. Das Ziel des Fluges änderte sich aber noch. Statt Fort Lauderdale brachte die Maschine die Passagiere nach Miami – mit insgesamt 32,6 Stunden Verspätung. Die Zieländerung geschah, weil die Zollabfertigung in Fort Lauderdale zu dieser Uhrzeit – um fast 4 Uhr morgens – nicht besetzt war. «So kamen die Passagiere schneller ans Ziel, als wenn man noch gewartet hätte», so Condor-Sprecher Winter.

Fort Lauderdale und Miami liegen etwa eine Stunde Fahrzeit auseinander. Experten untersuchen nun die Gründe für die Zwischenfälle. Momentan, so Winter, deute alles darauf hin, dass es in den Filtern beider Flieger zu Staubansammlungen gekommen war, die den Geruch verursacht haben. Die letzten Checks waren im Mai durchgeführt worden.

Schon lange im Condor-Dienst

Beide Flieger sind etwas mehr als zwanzig Jahre alt. Das erste Flugzeug (D-ABUZ) wurde am 30. Juli 1991 an Condor ausgeliefert und befindet sich seitdem im Dienst der deutschen Airline. Die D-ABUB, die die Passagiere dann schließlich ans Ziel brachte, steht seit dem 19. November 1992 im Dienst der Fluggesellschaft.

Die Flüge lassen sich auf dem Informationsportal Flightaware nachverfolgen:



Mehr zum Thema

Airbus A330 Neo von Condor in Frankfurt: Die Fluglinie muss sparen.

Condor muss 200 Millionen Euro sparen - auch das Personal muss verzichten

ticker-condor-beige

Condor startet Interline-Partnerschaft mit American Airlines

ticker-condor-grun

Condor vergibt neue Flugnummern für City-Strecken

ticker-condor-beige

Qantas nimmt Condor als Partner ihres Vielfliegerprogramms auf

Video

airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg