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Boeing schickt Jumbos in die Wüste

Die Nachfrage nach B747-8 ist nach wie vor verhalten. Deshalb lagert Boeing nun einige Flieger in der Wüste – bleibt aber trotzdem optimistisch.

Boeing

B747-8 von Lufthansa: Gute Erfahrungen gemacht

Die ganz großen Flugzeuge haben es in letzter Zeit nicht einfach gehabt. Fluggesellschaften stehen immer größeren Kosten gegenüber und sind zu mehr Flexibilität gezwungen. Jumbos und Superjumbos waren in Flottenentscheidungen daher nicht die erste Wahl. Zuletzt schraubte Boeing wegen der mangelnden Nachfrage nach der B747-8 sogar die monatliche Produktionsrate von zwei auf 1,75 Stück des neuen Jumbo-Jets herunter. Dennoch bleibt man in der Konzernzentrale optimistisch, dass der Jumbo ein Comeback erlebt.

Der Frachtmarkt dürfte sich zwar nicht so schnell erholen, aber die Nachfrage nach Passagierfliegern soll helfen. Erstkunde Lufthansa habe nun schon eine ganze Reihe Erfahrungen mit dem Flieger gesammelt. «Sie merken dort nun ein paar der großartigen Vorteile», erklärt Ray Connor, Chef der Zivilflugzeugsparte bei Boeing. Darauf werde man sich beim weiteren Marketing berufen. Der Verkauf von mehr 747-8 sei auch bei der Luftfahrtmesse Paris ein wichtiger Fokus.

Flieger in Arizona

Doch momentan ist die Situation desolat. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, parkt Boeing einige B747-8 in der Wüste von Arizona sowie in der Nähe der Produktionsstätte in Everett im Bundesstaat Washington. Man warte darauf, sie an die Kunden auszuliefern, sobald diese bereit dafür seien und das Geschäftsmodell wieder auf den Riesenflieger passe, erklärt Produktionsmanager Eric Lindblad laut Bloomberg. Wie es aussieht, werde man noch weitere Flieger nach der Produktion erst einmal in die Wüste schicken. Von dort aber, sollen sie dereinst wieder zurückkommen, ist Boeing überzeugt.



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