So sehen die Pläne für die Flügelspitze aus. (Weiter klicken für Galerie)

United treibt es auf die Spitze

200 Millionen Dollar im Jahr erhoffen sich United Airlines und Boeing von einer simplen Innovation, die erst nachträglich an B737 angebracht wird.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Der Luftfahrtmarkt ist hart umkämpft und da lechzen Fluggesellschaften nach Innovationen, die ihnen niedrigere Kosten bringen. Die Flugzeugbauer bemühen sich daher, durch nachträgliche Änderungen an bereits ausgelieferten Flugzeugen noch den ein oder anderen Cent für ihre Kunden herauszuholen. Im Fall von United Airlines und Boeing ist es gar ein wenig mehr. 200 Millionen Dollar im Jahr sollen die neu entwickelten Scimitar Winglets einsparen, die an einem Großteil der B737-800 und B737-900 von der amerikanischen Fluglinie angebracht werden.

Ab dem nächsten Jahr beginnt der Umbau, der den Treibstoffverbrauch pro Flieger um zwei Prozent senken soll. Ein Testflieger hob bereits am Dienstag (16. Juli) ab, die FAA-Zertifizierung steht noch aus. Neu ist ein Anbau an den Flügelspitzen, der sich sowohl nach oben als auch nach unten ausstreckt. Der Name Scimitar leitet sich aufgrund der Form der Bauteile vom gleichnamigen orientalischen Säbel ab.

Schon an der B737 Max ähnliches

Gesehen hat man etwas Ähnliches bereits in den Modellen für die B737Max, die effizientere Version der B737. Boeing nennt das geneigte Design der Flügelenden bei dieser Dual-Feather - zweifedrig. Wobei es eigentlich eher ein bisschen an einen offenen Schnabel erinnert: die Spitze teilt sich am Flügelende, ein Winglet ist nach unten geneigt, eines nach oben.

Die speziell geneigten Flügelspitzen gibt es schon länger. Boeing baute sie in der kommerziellen Luftfahrt erstmals in der B747-400 ein. Deren Reichweite erhöhte sich dadurch um 3,5 Prozent gegenüber der Vorversion, die sonst aerodynamisch identisch war.

Bei Airbus anderer Name

Die Flügelenden des A320neo nennt Hersteller Airbus Sharklets. Sie wird man wohl schon früher an den Flughäfen der Welt sehen als die Schnäbel der B737Max: Der europäische Konkurrent soll schon 2015 auf den Markt kommen, die B737Max im Jahr 2017. Die nach oben gebeugten Flügelspitzen gleichen aber noch eher denen, die auch heute schon etwa an der 737 genutzt werden.

Bei Airbus spielte man Boeings Innovation damals herunter. «Diese Art von gespaltenem Design studierten wir auch als Option für den A320neo», so eine Sprecherin von EADS gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Doch dann habe man sich für die Sharklets entschieden, weil sie die beste Option seien. Am aktuellen A320 nutzt Airbus kleinere Spitzen in Boomerang-Form - so genannte Wingtip Fences.

Klicken Sie sich oben durch die Galerie, um die Innovation genauer zu sehen.

Mehr zum Thema

ticker-frankreich

Frankreich bestellt acht Airbus-Drohnen U050 Capa-X

Airbus A330 von Discover Airlines: Das Flugzeug ist der erste Airbus, der mit Aeroshark nachgerüstet wird.

Dieser Airbus wird gesharkt: In Dresden bekommt erstmals ein Airbus A330 die sparsame Haifischhaut

Der Airbus-A350-F-Prototyp mit der Seriennummer 700: Trägt einen Paketlook, der aus einem Designwettbewerb hervorgegangen ist.

Anonymer Kunde bestellt acht Airbus A350 F

Airbus A330 Neo: Zuletzt kaum ausgeliefert.

Airbus entdeckt Qualitätsproblem bei Produktion des A330 Neo

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack