Boeing-777-Produktion: Die Nachfrage ist nicht groß genug.

Geringe NachfrageBoeing 777 wird zum Ladenhüter

Die Triple-Seven war Boeings Vorzeigemodell. Doch zu spät lancierte der Hersteller die Nachfolgerin B777X. Das rächt sich nun.

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Boeings neue 777X soll das Beste sein, was es in der Flugzeugbranche je gegeben hat. Das zumindest kündigte der amerikanische Flugzeugbauer an. So modern, effizient und elegant sei kein anderer Jet. Und genau diese Ankündigung könnte Boeing nun zum Verhängnis werden. Denn mit den Aussagen hat Boeing gleichzeitig sein aktuelles Modell Boeing 777-300 ER desavouiert. Und das zeigt sich nun in den Orderbüchern.

Richard Aboulafia, Analyst der Teal Group, sieht düstere Zeiten auf die 777 zukommen. «Ich habe keine Ahnung, wo die Nachfrage herkommen sollte», sagt er zur Nachrichtenagentur Bloomberg. Ein deutliches Zeichen, dass es mit der Triple-Seven abwärts geht, sei, dass selbst Boeing-Kunde Delta sich als Nachfolger für Boeing-Langstreckenjets für die Airbus-Modelle entschied.

Kuwait Airways erhielt wohl große Rabatte

Die Boeing-747 und 767-300 von Delta erhalten nun keine Flieger aus demselben Hause als Nachfolger. Der Airbus A350 und der A330 Neo sollen die Arbeit erledigen. Aber immerhin, so Aboulafia: Bei einem Listenpreis von 330 Millionen Dollar pro Stück bleibt Boeing einiger Raum für Rabatte. So soll der Flugzeugbauer etwa bei einer Bestellung von Kuwait Airways über zehn Triple-Seven den Preis um rund 50 Prozent reduziert haben.

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