Die Boeing 767 in Arusha: Beim Wenden von der Piste gelangt.

B767 landet am falschen Flughafen

Eine Boeing 767 von Ethiopian sollte Touristen zum Flughafen Kilimanjaro fliegen. Doch sie landete an einem Airport ganz in der Nähe – mit kurzer Piste.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Im November lachte die ganze Welt über den Piloten, der mit einem Dreamlifter am falschen Flughafen von Wichita landete. Danach steckte er zuerst fest, denn die Startbahn des Colonel James Jabara Airport war zu kurz für das riesige Transportflugzeug. Vielleicht schmunzelte damals auch der Kapitän von Ethiopian Airlines, der am letzten Mittwoch (18. Dezember) für Flug ET815 von Addis Abeba nach Sansibar mit Zwischenladung am Flughafen Kilimanjaro in Tansania verantwortlich war. Doch nun musste er lernen, wie schnell so ein Missgeschick passieren kann.

Denn auch der Ethiopian-Pilot landete am falschen, viel zu kleinen Airport. Die Boeing 767-300ER mit 213 Passagieren an Bord bekam um 13 Uhr Lokalzeit die Landeerlaubnis für Piste 27 des Flughafens Kilimanjaro. Die Crew quittierte gemäß der tansanischen Zeitung Daily News, sie habe die Landebahn entdeckt. Die Piloten bekamen deshalb die Erlaubnis für einen Anflug auf Sicht.

Die Boeing 767 blieb im Gras stecken

Danach sahen die Lotsen im Kontrollturm des Flughafens Kilimanjaro für eine Weile nichts mehr. Dann bekamen sie von den Kollegen am 60 Kilometer entfernten Flughafen Arusha die Nachricht, dass die Boeing 767 bei ihnen gelandet sei. Der Jet konnte knapp vor Ende der 1620 Meter langen Piste 27 von Arusha stoppen. Als die Crew die B767 drehen wollte, gelangte sie jedoch ins Gras und bleib stecken. Passiert ist aber niemandem etwas.

Ethiopian Airlines bestätigte in einer Medienmitteilung den Zwischenfall. Zugleich wies sie Gerüchte von sich, dass das Flugzeug zuwenig Kerosin getankt hatte und deshalb landen musste. «Das Flugzeug hatte ein angemessenes Treibstoffniveau, der es erlaubt hätte, an einem anderen Ausweichflughafen zu landen.» Unklar ist noch, ob ein kleines Flugzeug mit Panne allenfalls die Landebahn in Kilimanjaro versperrte und es deshalb zur Landung in Arusha kam.

Jet konnte wieder starten

Eigentlich ist die Piste in Arusha für eine B767 etwas kurz. Normalerweise braucht der Flugzeugtyp rund 600 bis 800 Meter mehr. Dennoch schafften es die Ingenieure von Ethiopian, dass die Maschine am Freitag wieder starten konnte (siehe Video).

Mehr zum Thema

So nah kommt man Giraffen sonst nie wie im  Royal Livingstone

Sambia: Giraffen füttern, raften und baden am Abgrund

Eine Dash 8 von Air Kenya und die bisherigen Stopps der Auslieferungsroute: Kleiner Flieger, langer Weg.

So fliegt eine Dash 8-200 von Kanada nach Kenia

Flieger von Air Senegal: Airline in der Krise.

Regierung stellt Notfallplan zur Rettung von Air Sénégal vor

Airbus C295  (hier bei der Auslieferung): Fliegt für Senegals Luftwaffe.

Armee übernimmt Inlandsstrecken im Senegal

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack