Boeing 737 Max: Bald soll sie wieder abheben.

Transportkomitee des RepräsentantenhausesBoeing 737 Max «verdorben von Designfehlern»

Mitglieder des Repräsentantenhauses der USA äußern in einem Untersuchungsbericht schwere Vorwürfe an Boeing. Auch die Aufsichtsbehörde FAA bekommt ihr Fett weg.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Eigentlich gab es in der vergangenen Woche endlich wieder positive Nachrichten zur Boeing 737 Max. Stephen Dickson, Chef der Luftfahrtbehörde der USA, gab bekannt, dass der erste Flug im Hinblick auf die Wiederzulassung bereits in «wenigen Wochen» stattfinden könne. Man sei gerade dabei, die letzten Software-Änderungen zu kontrollieren und alles Administrative zu regeln. Aber bald werde das geschafft sein, so der Chef der Federal Aviation Administration FAA.

Doch trotz dieser guten Aussichten geht die Vergangenheitsbewältigung weiter. Am Freitag (6. März) veröffentlichte das Komitee des Repräsentantenhauses der USA für Verkehr und Infrastruktur einen vorläufigen Bericht zum Fall Boeing 737 Max. Und in dem üben die Politiker heftige Kritik am Flugzeugbauer. Das Programm sei «verdorben von technischen Designfehlern und mangelhafter Transparenz gegenüber den Regulierungsbehörden und den Kunden», heißt es in dem Bericht.

«Mangelhafte Transparenz»

Es sei ein Fehler gewesen, 2011 dem Druck nachzugeben, der aufgrund von Airbus' A320-Neo-Programm entstanden sei. Weil Boeing Angst hatte, zurückzubleiben, habe man sich gegen die Entwicklung eines neuen Jets entschieden. Weil man unter «enormem finanziellen Druck» gestanden habe, habe man entschieden, die Federal Aviation  Administration «irrezuführen und absichtlich Informationen zu verschweigen». Das betreffe sogar «die Existenz des MCAS», also des umstrittenen Flugsteuerungssystems der Boeing 737 Max.

Doch auch die FAA kommt nicht gut weg im Bericht. Die Behörde habe viel zu viel Einfluss seitens Boeing zugelassen, kritisieren die Verfasser des Berichts. Die Führungsspitze der FAA habe Boeings Einschätzungen zur Sicherheit einfach so hingenommen und dabei ignoriert, dass die eigenen technischen Experten Bedenken äußerten.

Heftige Kritik an der FAA

Die Aufsicht der FAA sei «grob unzureichend» gewesen. Man habe die Aufgabe verfehlt, kritische Probleme zu identifizieren und dafür zu sorgen, dass Boeing diese löse. Selbst nach dem Absturz des Lion-Air-Flugzeugs habe Boeing die FAA nicht oder zu spät über Probleme am Flugzeug informiert. Das hätte die Behörde alarmieren sollen.

Direkte Auswirkungen auf die Gesetzgebung hat der Bericht des Repräsentantenhauses nicht. Doch er wirft einmal mehr ein nicht allzu gutes Licht auf den Luftfahrtkonzern. Die Regierung der USA ist nun dabei, verschiedene Optionen durchzugehen, wie man mit den Problemen bei Boeing umgehen kann.

Mehr zum Thema

Boeing 737-800 von Qantas in Retro-Bemalung: Die Flieger werden ab Mitte des Jahrzehnts ersetzt.

Qantas hofft auf Billigpreis bei der Boeing 737 Max

Boeing 737 Max beim Start: Setzt KLM auf A321 Neo statt auf 737 Max?

Boeing findet in zwei Dritteln der 737 Max Fremdobjekte

Boeing 737-800 von KLM: Solche Flieger muss auch die Billigtochter Transavia ersetzen.

Setzt KLM auf A321 Neo statt auf 737 Max?

ticker-boeing-1

Boeing liefert im August 51 Flugzeuge aus

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack