Lauda-Jet: Die Angestellten sind sauer.

Dicke Luft bei Ryanair-TochterBetriebsrat von Lauda zieht vor Gericht

Der Betriebsrat erhebt schwere Vorwürfe. Das Management von Lauda weist alle Kritikpunkte zurück. Nun kommt der Streit vor Gericht.

Top-Jobs

Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Der Konflikt zwischen dem Betriebsrat und dem Management von Lauda schwelt seit einigen Wochen. Nun wird er wohl vor Gericht weitergeführt, wie einem Schreiben der Arbeitnehmervertretung an die Mitglieder zu entnehmen ist, das aeroTELEGRAPH vorliegt. Nachdem man dem Management in einem Brief mehrere Kritikpunkte dargelegt habe, seien die Antworten eingetroffen, heißt es da. Das Management der Ryanair-Tochter weist alle Vorwürfe und Forderungen zurück.

Der Vorwurf, man habe Personal, das öfter krank gemeldet gewesen sei, Drohbriefe geschickt, sei nicht zutreffend. «Wir haben nie Drohbriefe verschickt», heißt es gemäß dem Betriebsrat in den Antworten des Managements. Aber man habe das Recht, «einer winzigen Nummer von Angestellten» Briefe zu senden, wenn diese die im Vertrag festgehaltenen Ansprüche an die Sicherheit nicht erfüllten. «Mittlerweile bekommen nicht nur Piloten und Flugbegleiter Drohbriefe wegen Krankenständen, sondern auch unsere Vorgesetzten aus dem mittleren Management», hatte der Betriebsrat von Lauda zuvor bemängelt.

Klagen in Vorbereitung

Zudem hatte der Betriebsrat kritisiert, dass Lauda gegen österreichisches Arbeitsrecht verstoße, weil die Fluglinie ihm keine angemessenen Büros zur Verfügung stelle. Nach dem Umzug in den neuen Hauptsitz arbeiten die Mitarbeiter in Großraumbüros. Der Betriebsrat habe kein Recht auf einen abgetrennten Raum, so das Management. «Wir haben Euch Arbeitsplätze in offenen Büroräumen geboten. Und wir werden euch Meetingräume zur Verfügung stellen, wenn das vorher angemeldet wird. Damit erfüllen wir die rechtlichen Anforderungen.»

Das stößt dem Betriebsrat sauer auf. «Zum letzten Punkt (Sacherfordernisse für den Betriebsrat) ist die Frist zu einer außergerichtlichen Einigung abgelaufen», heißt es im Schreiben an die Mitarbeiter. Daher müsse nun das Gericht entscheiden. Weitere Klagen «zur Einhaltung Eurer Verträge und österreichischen Arbeitsrechts» seien in Vorbereitung, so der Betriebsrat von Lauda.

Nur auf Englisch

Pikiert zeigt sich der Betriebsrat auch darüber, dass die Antworten auf seine Fragen nur auf Englisch erfolgten - die Sprache von Ryanair. Lauda antwortete bis zur Veröffentlichung des Artikels nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme von aeroTELEGRAPH.

Mehr zum Thema

Airbus A320 von Lauda: Die Stimmung ist angespannt.

Betriebsrat von Lauda stellt Forderungen an Führung

Airbus A320 von Lauda: Jets werden bereits verlegt.

Dicke Luft bei Lauda

Airbus A319 von Austrian: Finanziell angeschlagen.

«Stimmung ist alles andere als gut»

ryanair marseille

Passagiere von Ryanair laufen auf Vorfeld und blockieren Boeing 737

Video

Rundflug zur Aero Friredrichshafen: Blick auf die Insel Mainau
Auf der Aero Friedrichshafen wurden die Flugzeuge ausgestellt und bewegten sich nicht – außer das von Alpen Air. Die kleine deutsche Airline hobab und zeigt, wie sich die Allgemeine Luftfahrt wirklich anfühlt. Ein kurzer Flug, der lange im Kopf bleibt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
TV-Bericht über den Zwischenfall: Drei Verletzte.
Flughafen Araxos
Die Taufe einer Boeing 737 Max von Tuifly wird jäh unterbrochen: Kurz vor Beginn der Zeremonie bricht eine Treppe am griechischen Flughafen Araxos zusammen. Mehrere Menschen stürzen, drei von ihnen müssen ins Krankenhaus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Bildschirmfoto 2026-05-01 um 164538
Am Flughafen São Paulo-Congonhas kamen eine landende Boeing 737 und eine startende Embraer E2 sich extrem nahe, so nahe, dass das Kollisionswarnsystem Alarm schlug. Der Jet von Gol und der Jet von Azul näherten sich entlang der Piste bis auf 22 Meter an.
Laura Frommberg
Laura Frommberg