Aufkleber der Befürworter: Sie sind die Sieger im Volksentscheid.

VolksentscheidBerliner wollen Flughafen Tegel erhalten

Die Bevölkerung von Berlin hat geurteilt: Sie will den Flughafen Tegel offenhalten. Das ist einfacher gesagt als getan.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Eigentlich gibt es Tegel gar nicht mehr. 2004 wurde dem Berliner Stadtflughafen die Betriebserlaubnis entzogen. Zugleich wurde aber festgehalten, dass die Schließung aufgeschoben wird, bis der neue Flughafen Berlin-Brandenburg eröffnet ist. Das wollte das Volksbegehren ändern, über das die Berliner Bürger am Sonntag (24. September) abgestimmt haben. Tegel soll neben dem BER weiterbestehen, so das Ansinnen.

Der Volksentscheid fordert konkret: «Der Berliner Senat wird aufgefordert, sofort die Schließungsabsichten aufzugeben und alle Maßnahmen einzuleiten, die erforderlich sind, um den unbefristeten Fortbetrieb des Flughafens Tegel als Verkehrsflughafen zu sichern.» Die Meinung der Bürger dazu ist klar: 56,1 Prozent der Stimmenden stimmten für eine Offenhaltung von Tegel. 41,7 Prozent waren dagegen. Auch die Hürde von einem Viertel der Stimmberechtigten (620.564 Personen) nahm der Volksentscheid mit 991.832 locker.

Langwierige Verfahren - unklarer Ausgang

Ob TXL, so der Iata-Code des Flughafens, nach dem klaren Ja aber wirklich gerettet ist, ist alles andere als gewiss. Juristen sind sich nämlich einig, dass die die Schließung von Tegel kaum mehr zu verhindern ist. Man müsste erst Rechtsverordnungen und Ziele der Raumplanung ändern.

«Theoretisch mag das gehen, jedoch würde es lange Verwaltungsverfahren und Gerichtsprozesse auslösen, zudem braucht es die Zustimmung Brandenburgs und des Bundes», hält die Zeitung Tagesspiegel fest. Diese Zustimmung ist kaum zu bekommen. Die kommenden Tage und Wochen werden deshalb spannend.

Mehr zum Thema

Flugzeug von Etihad in Frankfurt, im Hintergrund unter anderem Condor-Jets: Die Fluglinien aus den Emiraten dominieren das Geschäft.

Die Machtverhältnisse am Himmel zwischen Deutschland und den Emiraten

ticker-deutschland

Europäische Cockpitcrew-Vereinigung warnt Deutschland vor mehr Verkehrsrechten für Golfairlines

ticker-deutschland

Deutsche Marine verabschiedet nach 45 Jahren Westland Sea Lynx

ticker-deutschland

Bericht: Deutschland plant Strafen bei zu geringem SAF-Einsatz

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier