Embraer-E2-Jet von Belavia: Die meisten Flugzeuge sind geleast.

Verbot von LeasingBelavia droht Großteil der Flotte zu verlieren

Litauen will Weißrussland bestrafen. Das Land schlägt vor, dass Leasingfirmen aus der EU der Staatsairline Belavia keine Jets mehr vermieten dürfen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Weißrusslands Diktator Alexander Lukashenko nutzt Flüchtlinge seit ein paar Wochen als politische Waffe. Er versucht möglichst viele Migrantinnen und Migranten über sein Land in die Nachbarländer Litauen und Polen zu schleusen. Er will so der Europäischen Union ein Problem aufbürden - als Reaktion auf deren Sanktionen.

So flogen Anfang August plötzlich Hunderte Irakerinnen und Irakern nach Minsk. Iraqi Airways setze dabei mitunter eine Boeing 747 ein, aber auch Fly Baghdad flog plötzlich in die weißrussische Hauptstadt. Die Flüchtlinge reisten danach zur Grenze mit Litauen weiter. Auf Druck der EU stoppten die Fluggesellschaften ihre Flüge nach Weißrussland aber wieder.

«Alle verfügbaren diplomatischen und praktischen Mittel nutzen»

Doch wie Litauen vermutet, hat Lukashenko einen neuen Weg gefunden. Die weißrussische Staatsairline Belavia hat in den letzten Wochen die Zahl der Flüge in die Türkei merklich erhöht. Litauen vermutet, dass sich an Bord der Rückflüge nicht nur weißrussische Urlauber befinden, sondern auch Flüchtlinge, die danach von den Behörden zur Grenze begleitet werden.

Dieser staatlichen Schlepperei will Litauen einen Riegel vorschieben. Zusammen mit den Kollegen aus Estland, Lettland und Polen hat Premierministerin Ingrida Šimonytė die anderen EU-Mitglieder aufgerufen, «gemeinsam alle verfügbaren diplomatischen und praktischen Mittel zu nutzen, um die neuen irregulären Migrationsrouten so schnell wie möglich an ihrer Quelle zu unterbrechen».

Mehrheit der Flotte geleast

Wie das Magazin Politico schreibt, hat Litauen auch ein solches Mittel vorgeschlagen. Die EU soll Leasingfirmen verbieten, Flugzeuge an Belavia zu vermieten. Ein solches Verbot ist nicht ganz einfach umzusetzen. Doch würde es umgesetzt, würde es die Staatsairline hart treffen.

Belavia ist stark von Leasinggebern abhängig. Laut dem Luftfahrtdatenanbieter CH Aviation gehören der Fluglinie nur neun von 30 Flugzeugen. 21 Flieger sind geleast, größtenteils von in der EU ansässigen Unternehmen, etwa der irischen Aercap (sechs Flieger) oder der dänischen Nordic Aviation Capital (vier).

Boykott hat schon einmal geklappt

Dass ein solcher Boykott funktionieren kann, zeigte das Beispiel Pobeda. Wegen der Annexion der Krim verbot die EU den Leasingfirmen, Flieger an die Vorgänger-Gesellschaft Dobrolet zu vermieten. Daher musste diese den Betrieb einstellen.

Mehr zum Thema

Boeing 747 von Iraqi Airways: In den vergangenen Tagen mehrmals in Minsk zu Gast.

Iraqi Airways brachte Flüchtlinge mit Boeing 747 nach Minsk

Fliegen: Sehen die meisten weiterhin positiv.

Europa macht Druck auf Weißrussland-Boykottbrecher

Die Boeing 767 mit dem Kennzeichen EW-001PB am 3. Mai 2021 im Anflug auf Basel: Die Maschine der ...

Was machte Lukaschenkos Boeing 767 zwei Wochen in Basel?

Zweiter Prototyp der Yakovlev MS 21-310:  Russland will neue Gebühr zur Finanzierung.

Passagiere sollen teure Flugzeuge aus russischer Produktion bezahlen

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier