Flieger von South African Express: Bei der Regionalairline geht gar nichts mehr.

SicherheitsmängelBehörde entzieht South African Express Lizenz

Die staatliche südafrikanische Regionalfluggesellschaft fliegt nicht mehr. Die nationale Luftfahrtbehörde entzog South African Express die Lizenz - wegen gravierender Sicherheitsmängel.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Formell ist South African Express Airways unabhängig. Doch die Fluggesellschaft ist eng ins Netz von South African Airways integriert. Und eigentlich plant die Regierung in Pretoria, diese Verbindung noch zu verstärken. Sie will die Regionalfluggesellschaft zusammen mit dem Billigflieger Mango schon bald in die große nationale Fluggesellschaft integrieren. So will sie die gesamte Gruppe effizienter machen.

Doch zuerst muss South African Express ein anderes Problem lösen. Sie besitzt kein Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) mehr. Die nationale Luftfahrtbehörde South African Civil Aviation Authority entzog ihr am Samstag (30. April) die Lizenz. Seither müssen die 23 Flugzeuge in der Flotte – 11 Bombardier CRJ200, 2 CRJ 700 und 10 Dash 8 400 – am Boden bleiben. Tausende von Passagieren sind seither gestrandet - just zum Maifeiertags-Wochenende.

Unangepasstes Überwachungssystem

Die Behörde rügte South African Express heftig. Der Schritt sei eine Vorsichtsmaßnahme im Namen der Sicherheit. So könne man Zwischenfälle verhindern, «die zu einer Katastrophe führen» könnten, schrieb sie in ihrer Mitteilung. Zuvor habe man bei Kontrollen diverse Verstöße gegen Regeln und ein unangepasstes Überwachungssystem vorgefunden. Die von der Fluggesellschaft vorgeschlagenen Korrekturmaßnahmen seien ebenfalls ungenügend.

South African Express wurde 1993 gegründet. Die Fluglinie bedient Inlandsziele und einige Destinationen in den Nachbarländern. Die Regierung gab kürzlich zu, dass das Unternehmen nur dank staatlicher Garantien noch fliegen könne, mit denen es überhaupt noch neues Geld bekommt. South African Express ist seit Jahren defizitär.

Ergänzung vom 1. Mai um 21:24 Uhr: Nachdem es an südafrikanischen Flughäfen zu tumultartigen Szenen gekommen ist, hat die South African Civil Aviation Authority den Lizenzentzug am Sonntagabend wieder aufgehoben. South African Express kann deshalb die Flüge umgehend wieder aufnehmen.

Mehr zum Thema

Airbus A320 von South African Airways: bisher nur als Ceo-Version in der SAA-Flotte.

Südafrika nimmt neuen Anlauf für Privatisierung von South African Airways

ticker lift

Lift baut Flotte aus und fliegt erstmals international

Boeing 737-800 von Mango Airlines in Johannesburg: Kehrt die Airline zurück?

Mango Airlines will nach vier Jahren am Boden neu starten

Airbus A340 von Swiss: Muss ab Johannesburg zwischenlanden.

Lufthansa und Swiss müssen auf Flügen ab Johannesburg Tankstopp einlegen

Video

airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg