Flieger von Austrian Airlines: Ärger mit der Politik.

Austrian AirlinesFließt Staatshilfe an pensionierte Manager und Piloten?

Ein Teil des 450-Millionen-Euro-Hilfspakets für Austrian Airlines könnte für Renten von gut verdienenden Ex-Angestellten verwendet werden. Das stößt auf Kritik.

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Insgesamt 450 Millionen Euro hat Austrian Airlines als Corona-Unterstützung erhalten, 150 Millionen als Zuschuss vom Staat und 300 Millionen als staatlich garantierter Kredit. Einen Großteil des Geldes benötigt die Fluglinie wohl, um die laufenden Kosten zu decken. Einige Millionen könnten aber auch in die Abdeckung einer Altlast gehen. Wie die österreichische Tageszeitung Kurier berichtet, soll zumindest ein Teil der Staatshilfe in die Finanzierung der Altpensionen fließen.

Die Neos-Partei hat diesbezüglich eine parlamentarische Anfrage gestellt – nämlich, ob bei den Verhandlungen sichergestellt worden sei, dass die staatliche Hilfe nicht für Nachschüsse an diese Pensionskasse ginge. Die Antworten von Finanzminister Gernot Blümel und Verkehrsministerin Leonore Gewessler seien laut dem Artikel eher einsilbig gewesen – man sei nicht zuständig.

Opposition unzufrieden

Diese Antwort war den oppositionellen Neos allerdings nicht genug – in einer nochmaligen Anfrage an die Verkehrsministerin wollte sie erfahren, «wie verhindert wird, dass das österreichische Steuergeld zu einem beachtlichen Teil dafür verwendet wird, die bilanziellen Löcher der AUA-Pensionisten zu stopfen», wie Neos-Politiker Gerald Loacker vom Kurier zitiert wird.

Gerade im Krisenjahr könnten die Renten für gewisse ehemalige Mitarbeiter von Austrian Airlines - gemäß dem Bericht vor allem ehemalige Manager und Piloten – besonders teuer werden. Das hat damit zu tun, dass den Rentnern eine gewisse Rentenhöhe garantiert wurde. Wenn die Pensionskasse auf ihren Anlagen nicht gut verdient, muss Austrian Airlines laut Kurier Geld nachschießen. 2020 dürfte das passieren.

Aktive bekommen weniger

Ganz anders sieht es momentan für die aktiven Mitarbeiter aus: Diese haben einem Sparpaket zugestimmt und für die nächsten Jahre deutliche Gehaltsabschläge in Kauf genommen. Auf rund 80 Millionen verzichten sie pro Jahr. Und die Pensionskassenbeiträge für die Crews wurden bis auf weiteres ebenfalls ausgesetzt.

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