Flieger von Austrian Airlines: Ärger mit der Politik.

Austrian AirlinesFließt Staatshilfe an pensionierte Manager und Piloten?

Ein Teil des 450-Millionen-Euro-Hilfspakets für Austrian Airlines könnte für Renten von gut verdienenden Ex-Angestellten verwendet werden. Das stößt auf Kritik.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Insgesamt 450 Millionen Euro hat Austrian Airlines als Corona-Unterstützung erhalten, 150 Millionen als Zuschuss vom Staat und 300 Millionen als staatlich garantierter Kredit. Einen Großteil des Geldes benötigt die Fluglinie wohl, um die laufenden Kosten zu decken. Einige Millionen könnten aber auch in die Abdeckung einer Altlast gehen. Wie die österreichische Tageszeitung Kurier berichtet, soll zumindest ein Teil der Staatshilfe in die Finanzierung der Altpensionen fließen.

Die Neos-Partei hat diesbezüglich eine parlamentarische Anfrage gestellt – nämlich, ob bei den Verhandlungen sichergestellt worden sei, dass die staatliche Hilfe nicht für Nachschüsse an diese Pensionskasse ginge. Die Antworten von Finanzminister Gernot Blümel und Verkehrsministerin Leonore Gewessler seien laut dem Artikel eher einsilbig gewesen – man sei nicht zuständig.

Opposition unzufrieden

Diese Antwort war den oppositionellen Neos allerdings nicht genug – in einer nochmaligen Anfrage an die Verkehrsministerin wollte sie erfahren, «wie verhindert wird, dass das österreichische Steuergeld zu einem beachtlichen Teil dafür verwendet wird, die bilanziellen Löcher der AUA-Pensionisten zu stopfen», wie Neos-Politiker Gerald Loacker vom Kurier zitiert wird.

Gerade im Krisenjahr könnten die Renten für gewisse ehemalige Mitarbeiter von Austrian Airlines - gemäß dem Bericht vor allem ehemalige Manager und Piloten – besonders teuer werden. Das hat damit zu tun, dass den Rentnern eine gewisse Rentenhöhe garantiert wurde. Wenn die Pensionskasse auf ihren Anlagen nicht gut verdient, muss Austrian Airlines laut Kurier Geld nachschießen. 2020 dürfte das passieren.

Aktive bekommen weniger

Ganz anders sieht es momentan für die aktiven Mitarbeiter aus: Diese haben einem Sparpaket zugestimmt und für die nächsten Jahre deutliche Gehaltsabschläge in Kauf genommen. Auf rund 80 Millionen verzichten sie pro Jahr. Und die Pensionskassenbeiträge für die Crews wurden bis auf weiteres ebenfalls ausgesetzt.

Mehr zum Thema

Jet von Austrian Airlines: Wenig unterwegs.

Austrian Airlines legt auf sieben Strecken Pause ein

Airbus A320 von Austrian Airlines: Fliegt im Winter kaum.

Austrian Airlines verpasst A320 Statistenrolle

Gast in der Wiener Aua-Lounge: Sie darf Speisen am Buffet holen.

Warum eine Lounge ein Buffet haben darf, die andere nicht

Sitz in der Business Class eines Airbus A320 von Lufthansa: Wer ganz vorne sitzen will, muss künftig extra zahlen.

Wer bei Lufthansa, Austrian, Swiss und Co. ganz vorne sitzen will, muss künftig extra zahlen

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies