Flughafen Moskau-Vnukovo (Archivbild): Strengere Sanktionen.

Neue SanktionenAusländische Airlines im russischen Inlandsverkehr erhalten EU-Verbot

Die EU will mit neuen Sanktionen verhindern, dass ausländische Fluggesellschaften in Russland Inlandsflüge durchführen oder ermöglichen. Zudem gibt es neue Maßnahmen gegen sechs russische Flughäfen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Der Fachbegriff lautet Kabotage. Er bezeichnet das Erbringen von Transportdienstleistungen innerhalb eines Landes durch ein ausländisches Unternehmen. Und genau darum bemüht sich Russland seit vergangenem Jahr in der Luftfahrt

Da russischen Fluggesellschaften aufgrund der westlichen Sanktionen flugtaugliche Flugzeuge fehlen, können sie die Nachfrage nicht decken. Deshalb möchte der Kreml ausländische Airlines dafür gewinnen, Inlandsflüge in Russland – oder eben Kabotagedienste – anzubieten. Dabei klopfte er auch in Kasachstan an. Air Astana und Scat haben allerdings bereits abgewunken.

Hilfe für Inlandsflugverkehr wird sanktioniert

Mit ihrem neuen Sanktionspakt gegen Russland - es ist das 16. - will die EU unter anderem sicherstellen, dass entsprechende Angebote auch für andere Fluglinien unattraktiv sind. «Das Paket erweitert das Flugverbot, um so die Aufnahme von Luftfahrtunternehmen aus Drittstaaten, die Inlandsflüge innerhalb Russlands durchführen oder russische Airlines mit Luftfahrtgütern für Inlandsflüge beliefern, in die Liste zu ermöglichen», schreibt die EU. Unternehmen, die auf der Liste stehen, dürfen nicht in die EU fliegen.

Sprich: Zum einen erhalten Fluggesellschaften, die Kabotageflüge in Russland durchführen, Flugverbot in der EU. Zum anderen landen auch Unternehmen auf der Flugverbotsliste, die beispielsweise Flugzeuge für den Inlandsverkehr an russische Airlines vermieten. Russland hatte schon 2024 versucht, in Kuwait und Katar Flieger für heimische Airlines zu beschaffen.

«Druck auf den Aggressor weiter erhöhen»

Das Paket beinhaltet zudem ein vollständiges Verbot von Geschäften mit mehreren Flughäfen: Moskau-Vnukovo, Moskau-Zhukovsky und vier namentlich noch nicht genannten Regionalflughäfen. Generell schreibt die EU-Kommission zum Paket, zu dem noch viele andere Punkte gehören: «Da die illegale Aggression Russlands in ihr viertes Jahr geht, soll dieses Paket den Druck auf den Aggressor weiter erhöhen und ist Teil des unerschütterlichen Engagements der EU für einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine.» Es ziele auf systemrelevante Sektoren wie Energie, Handel, Verkehr, Infrastruktur und Finanzen ab.

Mehr zum Thema

Kuwait: Kann Russland hier Flugzeuge erwerben?

Russland möchte sich Flugzeuge aus Katar oder Kuwait beschaffen

Air Astana und Scat wollen nicht in Russland fliegen - auch Katar winkt ab

Air Astana und Scat wollen nicht in Russland fliegen - auch Katar winkt ab

Russland prüft Kabotage-Erlaubnis für ausländische Fluglinien

Russland prüft Kabotage-Erlaubnis für ausländische Fluglinien

ticker-eu-europaeische-union

EU-Parlament verabschiedet strengere Regeln für Fluggastrechte

Video

airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg