Boeing 737 von Privatair: Steht seit zurzeit in Erfurt.

Wet-Lease-Partnerin von LufthansaAufruhr um Gerichtsbeschluss zu Privatair

Ein Genfer Gericht hat über Privatair die Insolvenz eröffnet. Alles nur ein administrativer Fehler, sagen die Verantwortlichen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Plötzlich war Schluss. Ende Juni legte Lufthansa die Zusammenarbeit mit Privatair auf Eis. Die Wet-Lease-Partnerin war bis dahin für die Fluglinie von Frankfurt ins indische Pune geflogen. Als Grund nannte die größte deutsche Airline «betriebliche und kommerzielle Gründe». Man verhandle weiter, hieß es. Vorerst fliegt Lufthansa aber selbst nach Pune.

Für Februar und März 2019 taucht Privatair zwar wieder im Buchungssystem auf. Doch dabei scheint es sich eher um einen Platzhalter zu handeln. Eine Lufthansa-Sprecherin erklärt: «Eine Entscheidung ist erst in den nächsten Wochen zu erwarten.»

«Konkurs eröffnet»

Ähnlich war es schon Anfang September. Auch damals war zuerst Privatair mit einer Boeing 737 im System aufgeführt, doch Lufthansa teilte mit, es sei noch keine Entscheidung gefallen. Am Ende ersetzte der eigene Airbus A319 im Buchungssystem die Boeing 737 von Privatair. In der Branche fragen sich nun viele: Was ist los bei Privatair?

Dies umso mehr, als am 10. Oktober im Handelsamtsblatt - dem offiziellen Veröffentlichungsorgan der schweizerischen Behörden - eine beunruhigende Nachricht zur Schweizer Dachgesellschaft Privatair SA erschien, wie Recherchen von aeroTELEGRAPH und Austrian Aviation zeigen: «Mit Entscheid vom 24.09.2018, 14.15 Uhr, hat das Tribunal civil, Tribunal de première instance, in Genf, über die Gesellschaft den Konkurs eröffnet; demnach ist die Gesellschaft aufgelöst.»

Privatair will Fehler korrigieren lassen

In der Tat gibt es in Genf seit einiger Zeit Gerüchte über Zahlungsprobleme bei Privatair. Diese weist jedoch Thomas Limberger weit von sich. Die Meldung bezüglich der Insolvenz und Auflösung von Privatair sei «eine Fehlinformation», sagt der Chef der Eigentümerin Silver Arrow Capital. «Wir sind sehr überrascht über das Vorgehen», erklärt er. Und: «Wir haben uns gerichtlich das Gegenteil bestätigen lassen.»

Auch Privatair-Operativchef David Carnana sagt: Die Veröffentlichung beruhe auf einer Fehlinformation. «Sie wird vom Gericht korrigiert. Wir fliegen ohne Probleme weiter».

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Herabfallende Deckenverkleidung: Die passagiere waren in Panik.
Kurz nach dem Start in Mashhad geriet eine Boeing 737 von Sepehran Airlines in Schwierigkeiten. Videos zeigen heftige Vibrationen, durch die sich große Teile der Deckenverkleidung lösten und in den Gang fielen. Die Crew erklärte eine Luftnotlage und kehrte zum Flughafen zurück.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Mann auf dem Vorfeld in Paris: Mitarbeitende des Airports konnten ihn stoppen.
Ein Mann ist am Flughafen Paris-Charles de Gaulle offenbar durch die Sicherheitsbarrieren gelangt und bis aufs Vorfeld vorgedrungen. Flughafenmitarbeiter verfolgten ihn mit einem Dienstfahrzeug und konnten ihn stoppen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg