Boeing 737 von Privatair: Steht seit zurzeit in Erfurt.

Wet-Lease-Partnerin von LufthansaAufruhr um Gerichtsbeschluss zu Privatair

Ein Genfer Gericht hat über Privatair die Insolvenz eröffnet. Alles nur ein administrativer Fehler, sagen die Verantwortlichen.

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Plötzlich war Schluss. Ende Juni legte Lufthansa die Zusammenarbeit mit Privatair auf Eis. Die Wet-Lease-Partnerin war bis dahin für die Fluglinie von Frankfurt ins indische Pune geflogen. Als Grund nannte die größte deutsche Airline «betriebliche und kommerzielle Gründe». Man verhandle weiter, hieß es. Vorerst fliegt Lufthansa aber selbst nach Pune.

Für Februar und März 2019 taucht Privatair zwar wieder im Buchungssystem auf. Doch dabei scheint es sich eher um einen Platzhalter zu handeln. Eine Lufthansa-Sprecherin erklärt: «Eine Entscheidung ist erst in den nächsten Wochen zu erwarten.»

«Konkurs eröffnet»

Ähnlich war es schon Anfang September. Auch damals war zuerst Privatair mit einer Boeing 737 im System aufgeführt, doch Lufthansa teilte mit, es sei noch keine Entscheidung gefallen. Am Ende ersetzte der eigene Airbus A319 im Buchungssystem die Boeing 737 von Privatair. In der Branche fragen sich nun viele: Was ist los bei Privatair?

Dies umso mehr, als am 10. Oktober im Handelsamtsblatt - dem offiziellen Veröffentlichungsorgan der schweizerischen Behörden - eine beunruhigende Nachricht zur Schweizer Dachgesellschaft Privatair SA erschien, wie Recherchen von aeroTELEGRAPH und Austrian Aviation zeigen: «Mit Entscheid vom 24.09.2018, 14.15 Uhr, hat das Tribunal civil, Tribunal de première instance, in Genf, über die Gesellschaft den Konkurs eröffnet; demnach ist die Gesellschaft aufgelöst.»

Privatair will Fehler korrigieren lassen

In der Tat gibt es in Genf seit einiger Zeit Gerüchte über Zahlungsprobleme bei Privatair. Diese weist jedoch Thomas Limberger weit von sich. Die Meldung bezüglich der Insolvenz und Auflösung von Privatair sei «eine Fehlinformation», sagt der Chef der Eigentümerin Silver Arrow Capital. «Wir sind sehr überrascht über das Vorgehen», erklärt er. Und: «Wir haben uns gerichtlich das Gegenteil bestätigen lassen.»

Auch Privatair-Operativchef David Carnana sagt: Die Veröffentlichung beruhe auf einer Fehlinformation. «Sie wird vom Gericht korrigiert. Wir fliegen ohne Probleme weiter».

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