Armavia-A320: Heben nicht mehr ab.

Armavia am Boden

Armeniens Nationalairline geht es schon länger nicht gut. Ein Käufer fand sich deshalb trotz Bemühungen des Eigners nicht. Nun ist Armavia bankrott.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Die Ankündigung kam ziemlich kurzfristig. Es sei nicht mehr wirtschaftlich, Armavia am Leben zu erhalten. Daher stelle man den Betrieb auf den 1. April ein, verkündete die Fluggesellschaft Karfreitag (29. März) auf ihrer Internetseite. Doch die Flieger der armenischen Nationalairline heben bereits seit der Ankündigung nicht mehr ab. Denn die Piloten streiken. Wie Armavia dem armenischen Nachrichtenportal Aysor mitteilte, hätten wegen der Arbeitsverweigerung der Piloten schon am Freitag keine Flieger abgehoben. Vom Grounding betroffene Passagiere würden ihre Unkosten erstattet bekommen. «Wir sind unseren Passagieren sehr dankbar und haben gerne zwölf Jahre lang für Sie gearbeitet», so die Fluglinie in einer Mitteilung.

Das Ende zeichnete sich schon länger ab. Bereits vor einem Jahr drohte Armavia mit dem Konkurs, falls der Flughafen Jerewan die Gebühren nicht senke. Im Herbst dann hieß es, die Fluggesellschaft stehe zum Verkauf. Doch einen Investor fand Eigner Michhail Baghdasarow offenbar nicht. Der armenische Unternehmer gab auf und groundete die Flotte. Bis auf einige wenige Ausnahmen hätten aber alle Piloten im März ihre Gehälter bekommen – und die seien gar nicht so niedrig, erklärt Armavia.

Prominent dank Superjet

Prominent in den Nachrichten war Armavia auch als Erstkundin des neuen russischen Passagierfliegers Sukhoi Superjet – und später auch als prominente Kritikerin. Die zwei Flieger seien nicht profitabel und bräuchten im Vergleich zu Konkurrenzmodellen zu viele Reparaturen, beschwerte sie sich. Daher wolle man sie zurückgeben. Hersteller Sukhoi konterte, Armavia habe noch nicht einmal alle Zahlungen geleistet, zu denen sie verpflichtet sei – und behielt damit wohl auch Recht.

Mehr zum Thema

Sukhoi Superjet 100: Ab Juni nach Deutschland.

Neue Nationalairline für Armenien?

SSJ 100 von Aeroflot: Vier müssen am Boden bleiben

Flugverbot für Aeroflots Superjets

Superjet von Armavia: Wegen Streit gegroundet

Armavia zu verkaufen

Sicherheitshinweise für den Superjet von Armavia: Bald nicht mehr gebraucht.

Armavia: «Zu viele Reparaturen»

Video

airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg