Flieger von Niki: Wie schlecht steht es um den Ferienflieger wirklich?

Österreichischer Reiseveranstalter klagtAntrag auf Insolvenz von Niki gestellt

Störfeuer vor dem Entscheid über die Zukunft von Air Berlin. Ein Reiseveranstalter beantragt die Einleitung der Insolvenz von Niki. Die Gesellschaft sei überschuldet.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich sah es so aus, als wäre Niki die begehrteste Tochter von Air Berlin. Dem Ferienflieger mit Sitz in Wien wurde eine gute Zukunft vorausgesagt; die Interessenten schienen sich um ihn geradezu zu reißen. Doch ein österreichischer Reiseveranstalter behauptet nun, die Fluggesellschaft mit 21 geleasten Flugzeugen komme ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nach. Dies berichtet die österreichische Zeitung Kurier.

Das Reiseunternehmen habe deshalb beim Landesgericht Korneuburg Antrag auf Einleitung der Insolvenz gestellt. Die Begründung: Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Wie der Kurier aus Justizkreisen vernommen haben will, sei der Antrag gut belegt worden.

Betrag nicht überwiesen

Um was geht es? Wegen der Unsicherheit im Air-Berlin-Konzern hat Niki dem klagenden Reiseveranstalter im Juli die Aufhebung eines Chartervertrages mit sofortiger Wirkung vorgeschlagen. Dafür hätte die Fluglinie der Firma 116.391 Euro überweisen müssen - innerhalb von sechs Wochen. Doch der Betrag wurde bis zum Zahlungstermin am 17. August nicht geschickt und soll bis heute nicht bezahlt und auch nicht bestritten worden sein.

Damit nicht genug. Der Anwalt des Reiseveranstalters erklärt, weshalb Niki auch überschuldet sei. Als Nachweis dafür wurde gemäß der Zeitung die Zwischenbilanz vom 31. Juli 2017 angeführt. In ihr ist eine Forderung von Niki an die Mutter Air Berlin über rund 69 Millionen Euro aufgeführt. Es handelt sich um Geld aus Ticketverkäufen, welche die Mutter für die österreichische Tochter abwickelt. Als Folge der Insolvenz von Air Berlin müsse man diese Forderung zu 80 Prozent abschreiben, so der Jurist.

Kein Kommentar von Niki

Würde Niki das tun, hätte das Folgen. Bei einem Eigenkapital von 9,0 Millionen Euro bestünde eine rechnerische Überschuldung von rund 46,4 Millionen. Niki habe zudem auch noch andere Ausstände nicht beglichen, darunter eine Rechnung der Wartungsfirma SR Technics über 589.000 Euro. Bald müsste Niki dieser zudem auch noch 5,8 Millionen Dollar überweisen.

Nun muss der Konkursrichter die Forderung beurteilen. Kommt er zum Schluss, dass der Antrag begründet ist, muss sich Niki bei einer Verhandlung erklären. Das kann Wochen dauern. Niki kommentiert die Vorgänge nicht.

Nachtrag vom 22. September: Ein Gericht hat am 22. September das Begehren abgelehnt. Mehr dazu hier.

Mehr zum Thema

IMG 4022

Condor nennt ihre erfolgreichsten Städte-Strecken - und Unterschiede zu Air Berlin

Ein Eurowings-Flugzeug über der Altstadt von Jeddah: Die Airline fliegt im Winter ab Stuttgart neu in die saudische Hafenstadt.

Eurowings wird zum Arabien-Shuttle

D-ALPG in der Lackierung von Air Berlin.

Ex-Air-Berlin A330 hebt nach langer Pause wieder ab - jetzt für bulgarische Airline

Ein letzter Blick auf die D-ASGK im ikonischen Air-Berlin-Look.

Die letzte Air-Berlin-Lackierung ist verschwunden

Video

Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin