Flieger von Niki: Wie schlecht steht es um den Ferienflieger wirklich?

Österreichischer Reiseveranstalter klagtAntrag auf Insolvenz von Niki gestellt

Störfeuer vor dem Entscheid über die Zukunft von Air Berlin. Ein Reiseveranstalter beantragt die Einleitung der Insolvenz von Niki. Die Gesellschaft sei überschuldet.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich sah es so aus, als wäre Niki die begehrteste Tochter von Air Berlin. Dem Ferienflieger mit Sitz in Wien wurde eine gute Zukunft vorausgesagt; die Interessenten schienen sich um ihn geradezu zu reißen. Doch ein österreichischer Reiseveranstalter behauptet nun, die Fluggesellschaft mit 21 geleasten Flugzeugen komme ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nach. Dies berichtet die österreichische Zeitung Kurier.

Das Reiseunternehmen habe deshalb beim Landesgericht Korneuburg Antrag auf Einleitung der Insolvenz gestellt. Die Begründung: Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Wie der Kurier aus Justizkreisen vernommen haben will, sei der Antrag gut belegt worden.

Betrag nicht überwiesen

Um was geht es? Wegen der Unsicherheit im Air-Berlin-Konzern hat Niki dem klagenden Reiseveranstalter im Juli die Aufhebung eines Chartervertrages mit sofortiger Wirkung vorgeschlagen. Dafür hätte die Fluglinie der Firma 116.391 Euro überweisen müssen - innerhalb von sechs Wochen. Doch der Betrag wurde bis zum Zahlungstermin am 17. August nicht geschickt und soll bis heute nicht bezahlt und auch nicht bestritten worden sein.

Damit nicht genug. Der Anwalt des Reiseveranstalters erklärt, weshalb Niki auch überschuldet sei. Als Nachweis dafür wurde gemäß der Zeitung die Zwischenbilanz vom 31. Juli 2017 angeführt. In ihr ist eine Forderung von Niki an die Mutter Air Berlin über rund 69 Millionen Euro aufgeführt. Es handelt sich um Geld aus Ticketverkäufen, welche die Mutter für die österreichische Tochter abwickelt. Als Folge der Insolvenz von Air Berlin müsse man diese Forderung zu 80 Prozent abschreiben, so der Jurist.

Kein Kommentar von Niki

Würde Niki das tun, hätte das Folgen. Bei einem Eigenkapital von 9,0 Millionen Euro bestünde eine rechnerische Überschuldung von rund 46,4 Millionen. Niki habe zudem auch noch andere Ausstände nicht beglichen, darunter eine Rechnung der Wartungsfirma SR Technics über 589.000 Euro. Bald müsste Niki dieser zudem auch noch 5,8 Millionen Dollar überweisen.

Nun muss der Konkursrichter die Forderung beurteilen. Kommt er zum Schluss, dass der Antrag begründet ist, muss sich Niki bei einer Verhandlung erklären. Das kann Wochen dauern. Niki kommentiert die Vorgänge nicht.

Nachtrag vom 22. September: Ein Gericht hat am 22. September das Begehren abgelehnt. Mehr dazu hier.

Mehr zum Thema

IMG 4022

Condor nennt ihre erfolgreichsten Städte-Strecken - und Unterschiede zu Air Berlin

Ein Eurowings-Flugzeug über der Altstadt von Jeddah: Die Airline fliegt im Winter ab Stuttgart neu in die saudische Hafenstadt.

Eurowings wird zum Arabien-Shuttle

D-ALPG in der Lackierung von Air Berlin.

Ex-Air-Berlin A330 hebt nach langer Pause wieder ab - jetzt für bulgarische Airline

Ein letzter Blick auf die D-ASGK im ikonischen Air-Berlin-Look.

Die letzte Air-Berlin-Lackierung ist verschwunden

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack