Airbus A380 von Skymark im Airbus-Werk (Montage): ANA könnte ihn übernehmen.

Übernahme der Order von Skymark?ANA könnte bald eigene A380 fliegen

Trotz anfänglicher Opposition stimmte Airbus für den Skymark-Rettungsplan von ANA All Nippon Airways. Offenbar machte ANA Zugeständnisse und könnte von Skymark georderte A380 übernehmen.

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Am Anfang wollte Airbus nichts vom Rettungsplan wissen, den ANA All Nippon Airways für Skymark vorgelegt hatte. Dem europäischen Flugzeugbauer war er zuwenig auf seine eigenen Bedürfnisse zugeschnitten. Die Skymark-Flotte wurde nämlich auf Boeing 737 vereinheitlicht. Die einst genutzten Airbus A330 wurden stillgelegt. Dazu konnte und wollte man in Toulouse nicht Ja sagen.

Airbus hatte in den wochenlangen Verhandlungen aber Gewicht. Mit 29 Prozent der Verbindlichkeiten ist der Flugzeughersteller einer der größten Gläubiger Skymarks. 610 Millionen Euro fordert er als Entschädigung für Skymarks Abbestellung von sechs A380. ANA ihrerseits will Skymark unbedingt retten, um an wertvolle Landerechte in Tokio zu kommen.

ANA versprach Airbus offenbar eine größere Bestellung

Deshalb taten die Japaner auch alles, um Airbus doch noch zu überzeugen und so Konkurrent Delta Air Lines auszustechen. Das gelang auch. Vergangene Woche stimmten die Europäer für die Lösung von ANA. Wie kam es zum Umdenken? Offenbar machte ANA Zusagen. Die Fluggesellschaft soll Airbus versprochen haben, eine «größere Bestellung» zu platzieren, wie der Blog Zipangu Flyer unter Bezugnahme auf einen Insider berichtet. Das überzeugte den europäischen Hersteller offenbar.

Die Überlegungen gehen aber noch weiter. Wie Zipangu zudem schreibt, versprach ANA Airbus auch, mindestens die zwei bereits fertig gestellten A380 zu übernehmen, welche Airbus für Skymark baute. Allenfalls könnte die Fluglinie sogar alle sechs A380 in die eigene Flotte integrieren. Ein Vorteil: Skymark ist auf einen Schlag fast ein Drittel der Schulden los, Airbus muss weniger abschreiben. Und ANA hätte neue Großraumflugzeuge, die neben Interkontinentalrouten  allenfalls auch inländische Rennstrecken bedienen könnten, auf denen früher der Japan-Jumbo Boeing 747-400D eingesetzt worden war.

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