N-219 als Amphibienversion: Indonesien arbeitet schon seit 20 Jahren ...

N-219Amphibienversion soll indonesischem Flugzeug zum Durchbruch verhelfen

Indonesien arbeitet seit 20 Jahren an einem Turbopropflugzeug für 19 Personen - ohne kommerziellen Erfolg. Nun liegen die Hoffnungen auf einer Amphibienversion der N-219.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Indonesien glänzt mit Superlativen. Es ist das Land, in dem weltweit die größte Anzahl an Musliminnen und Muslimen lebt. Mit seinen 247 Millionen Menschen ist das südostasiatische Land sogar das viert-bevölkerungsreichste der Welt. Zudem ist Indonesien der größte Inselstaat der Erde. Seine Landfläche verteilt sich auf 17.508 Inseln, von denen 6044 bewohnt sind.

Um den Zugang zu abgelegenen Inseln und schwer erreichbaren Gebieten zu verbessern, werden spezielle Flugzeuge benötigt. Amphibienflugzeuge sind dafür ideal, da sie sowohl auf Wasser als auch auf Land landen können. Der heimische Flugzeughersteller Dirgantara Indonesia arbeitet daher seit einigen Jahren an einer Amphibienversion ihres 19-sitzigen Turboprop-Flugzeuges N-219.

Amphibienversion soll Tourismus stärken

Nach Jahren des Stillstands nimmt das Projekt nun wieder Fahrt auf, berichtet das Magazin Flightglobal. So hat sich Dirgantara Indonesia Unterstützung von den US-Firmen Aerocet und Momentum Aeronautics geholt, die beide Spezialisten auf dem Gebiet Schwimmer sind und auch bei der internationalen Zulassung des Flugzeuges helfen sollen.

Der Hersteller sieht großes wirtschaftliches Potenzial für die Amphibienvariante, besonders im Tourismus. Mit der Wasserversion kann der Wassertourismus des Landes weiterentwickelt werden, da touristischen Ziele leichter erschlossen werden können. Finanziell unterstützt wird die Entwicklung vom indonesischen Wirtschaftsministerium.

17 Personen in der Amphibienversion

Der Hersteller hat auch andere Veränderungen am Design angekündigt. So soll das maximale Startgewicht der N-219 von 6700 Kilogramm auf 7030 Kilogramm und die Nutzlast von 1550 Kilogramm auf 1900 Kilogramm erhöht werden. Die Schwimmer erhöhen das Gewicht um zusätzlich etwa 600 Kilogramm, wodurch die Nutzlast der Amphibienversion etwa 1300 Kilogramm oder 17 Passagiere beträgt. Das Flugzeug wird von zwei PT6-Motoren von Pratt & Whitney Canada angetrieben.

Vielleicht verhilft die neue Version der N-219 endlich zum Durchbruch, denn der Erfolg des Turbopropfliegers als Landversion ist überschaubar. Dirgantara Indonesia arbeitet seit über 20 Jahren an dem Multifunktionsflugzeug. 2003 wurde das Konzept erstmals vorgestellt. Die Maschine soll maximal 19 Personen oder Fracht in abgelegene Gegenden transportieren. Der Vorteil: Sie braucht nur 455 Meter Piste zum Abheben und 493 Meter zum Landen.

Nur zwei Prototypen

Richtig los ging die Entwicklung 2011. Der Bau begann 2014. Der Erstflug fand am 16. August 2017 statt. Im Dezember 2020 erhielt das Flugzeug die indonesische Zulassung. Gebaut wurden allerdings bisher nur zwei Prototypen. Fehlende Aufträge haben den Start der Serienproduktion verhindert. Mehr als einige Absichtserklärungen konnte der Hersteller nicht einsammeln.

Erst im November 2023 hat sich das geändert. Das indonesische Militär hat sechs Flugzeuge im Wert von 68 Millionen Dollar bestellt. Wenn alles gut geht, soll der erste Flieger Ende 2026 ausgeliefert werden. Die Indonesier rechnen im Inlandsmarkt mit einem Bedarf von 120 Stück in einem Zeitraum von zehn Jahren.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Bilder der N-219. Ein Klick aufs Foto öffnet die Galerie im Großformat.

Mehr zum Thema

Die N-219 ist für die für die Beförderung von 19 Passagieren ausgelegt. Hersteller Indonesian Aerospace preist den größten Kabinenquerschnitt unter den Miutbewerbern als großes Plus.

Indonesien startet Bau des ersten hausgemachten Fliegers

N219 am Husein Sastranegara Airport: Der Testflug dauerte rund 30 Minuten.

Indonesischer Flieger absolviert Erstflug

Das klassische Einsatzgebiet der Fregate-100 ist das als Wasserbomber.

Ein neues Amphibienflugzeug für Passagiere und Fracht

pilatus pc 24 indonesien

Pilatus gewinnt in Indonesien Auftrag für zwölf PC-24

Video

Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Rundflug zur Aero Friredrichshafen: Blick auf die Insel Mainau
Auf der Aero Friedrichshafen wurden die Flugzeuge ausgestellt und bewegten sich nicht – außer das von Alpen Air. Die kleine deutsche Airline hob ab und zeigt, wie sich die Allgemeine Luftfahrt wirklich anfühlt. Ein kurzer Flug, der lange im Kopf bleibt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies