Letzte Aktualisierung: 11:24 Uhr

Albawings

Albanien hat wieder eine Fluggesellschaft

Nach drei Jahren Pause hat Albanien wieder eine eigene Fluggesellschaft. Albawings konzentriert sich vorerst auf Flüge nach Italien. Ihr neustes Flugzeug lieferte ein Star aus.

Albawings

Boeing 737 von Albawings: Erste albanische Fluglinie seit 2013.

Bruce Dickinson fliegt nicht nur Jumbo-Jets. Dieses Jahr hat der Iron-Maiden-Sänger auf der Welttournee seine Band zwar mit einer Boeing 747-400 von Auftritt zu Auftritt transportiert. Früher hatte er aber auch schon eine Boeing 767 gesteuert. Und der walisische Tausendsassa kanns auch kleiner. Am Montag (12. Dezember) überführte er als Pilot höchstpersönlich eine Boeing 737-400 von Cardiff nach Tirana.

Dickinsons Wartungs- und Wet-Lease-Firma Cardiff Aviation stellt der neuen albanischen Fluggesellschaft Albawings über den Winter die Boeing 737 zur Verstärkung der Flotte zur Verfügung. Sie wird zwischen Albanien und Italien hin- und herfliegen. Zwischen den beiden Ländern bestehen traditionell enge Verbindungen aufgrund starker Immigrationsströme und historischer Verbundenheit.

Viele Pleiten in Albanien

Dies will Albawings nutzen. Im Oktober hat die neue Fluggesellschaft den Betrieb aufgenommen. Seither fliegt sie von Tirana nach Ancona, Florenz, Mailand, Perugia, Turin und Verona. Die Flotte besteht neben der nun gelieferten 737-400 von Cardiff Aviation beziehungsweise deren maltesischer Tochter VVB Aviation aus einer eigenen Boeing 737-500. Bald soll noch eine von der italienischen Blue Panorama gemietete Boeing 737-300 hinzukommen.

Mit Albawings hat Albanien wieder eine eigene Fluggesellschaft. 2013 musste die Billigairline Belle Air aufgeben. Zwei Jahre zuvor hatte Albanian Airlines die Betriebslizenz verloren. Und davor hatten schon Ada Air, Albatros Airways, Star Airways und Tafa Air nach und nach den Betrieb eingestellt.

Aufstrebender Tourismus

Albawings ist noch alleine. Doch mit Albanian Airways versucht eine weitere neue Fluggesellschaft in Albanien abzuheben. Bislang blieb es aber erst bei Plänen auf dem Papier. Zudem bedienen verschiedene Fluggesellschaften das Land und spezialisieren sich auf den ethnischen Verkehr oder setzen auf den aufstrebenden Tourismus.



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