Rührstäbchen bei Alaska Airlines: Bald aus Holz.

UmweltschutzAlaska Airlines wirft Plastik-Helfer raus

Bambus und Birkenholz statt Plastik: Alaska Airlines setzt künftig auf rezyklierbare Rührstäbchen und Stocher. Auch Plastik-Trinkhalmen geht es es an den Kragen.

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Es geht nicht um Zehntausende, es geht nicht um Hunderttausende: 22 Millionen Einweg-Rührstäbchen und Einweg-Stocher aus Plastik hat Alaska Airlines nach eigenen Angaben im Jahr 2017 an ihre Passagiere in Flugzeugen und Lounges ausgegeben. Damit ist bald Schluss. Ab dem 16. Juli 2018 steigt die Fluglinie bei den Rührstäbchen um auf Birkenholz - zertifiziert vom Forest Stewardship Council FSC - sowie auf Bambus bei den Stochern für Fruchtstücke.

Auch Trinkhalme will Alaska Airline künftig nur noch an Passagiere mit besonderen Bedürfnissen und auf Anfrage ausgeben. Sie sollen ebenfalls nicht aus Plastik bestehen, sondern «meeresfreundlich» sein, wie die Fluglinie schreibt. Auf Nachfrage der Zeitung USA Today erklärte ein Sprecher, man habe sich noch nicht für ein Material entschieden. Wie viele Trinkhalme die Fluggesellschaft im vergangenen Jahr benutzt hat, verriet sie nicht.

Tödliche Gefahr für Meerestiere

Alaska Airlines arbeitet bei der Umstellung mit der Meeresschutz-Initiative Lonely Whale zusammen, die sich dem Kampf gegen Trinkhalme verschrieben hat. Die Fluggesellschaft betont, dass die Plastikhalme und -stäbchen nicht recycelt werden können und lebensgefährlich für Vögel und andere Meerestiere sind. Laut Lonely Whale verbrauchen alleine die die Bewohner der USA pro Tag 500 Millionen Trinkhalme. Ein Problem ist die lange Lebensdauer von Plastikprodukten. «Man geht davon aus, dass Mikroorganismen nicht in der Lage sind, Kunststoffe vollständig zu zersetzen», erklärt das deutsche Umweltbundesamt. «Bis zu 450 Jahre benötigen eine Kunststoffflasche oder eine Wegwerfwindel, bis sie sich zersetzt haben», so ein Beispiel.

Der Verzicht auf die Stäbchen, Picker und Halme aus Plastik ist eines von etlichen Projekten, mit denen es Alaska Airlines bis 2020 schaffen will, die Menge an Müll, der unrecycelt auf die Deponie wandert, pro Passagier um 70 Prozent zu senken. Dabei fordert sie auch die Reisenden auf mitzumachen, etwa indem sie eigene auffüllbare Trinkflaschen mit ins Flugzeug bringen. Die Flugbegleiter sind aufgefordert, Plastikbecher lieber nachzufüllen anstatt für jede Getränkerunde neue auszuteilen.

Passagiere mit eigenen Flaschen

Alaska Airlines ist nicht die einzige Fluglinie, die Einweg-Plastikprodukten den Kampf angesagt hat. So hat sich zum Beispiel die portugiesische Charterairline Hi Fly zum Ziel gesetzt, bis Ende 2019 in ihren Flugzeugen und Büros ganz ohne Einwegplastik auszukommen. Auch Europas größer Flughafen in London Heathrow hat keine Lust mehr auf Plastik-Trinkhalme, -Rührstäbchen und -Flaschen, die nur einmal benutzt werden.

Erfahren Sie in der oben stehenden Bildergalerie mehr über die Initiative von Alaska Airlines.

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