Café in Heathrow: Flughafen, Einzelhändler und Gastronomen wollen Müll vermeiden.

MüllvermeidungHeathrow will Einweg-Kaffeebecher rauswerfen

Der Flughafen im Westen Londons möchte noch in diesem Jahr auf recyclebare Kaffeebecher umsteigen. Später sollen Einwegprodukte ganz verschwinden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Wie viele Einweg-Kaffeebecher wandern pro Jahr am Flughafen London Heathrow in den Müll? Nicht ganz einfach, das zu schätzen. Ein Tipp: Jährlich nutzen rund 78 Millionen Passagiere Europas größten Flughafen im Westen der britischen Hauptstadt. Wie viele Einweg-Kaffeebecher also? Die Auflösung: Es sind 13,5 Millionen. Diese Zahl gibt der Flughafen selber an, möchte sie nun aber nach unten drücken, am liebsten auf Null.

Im ersten Schritt will der Airport bis Ende 2018 die Vielzahl unterschiedlicher Wegwerf-Kaffebecher in den Läden und Lounges ersetzen – durch einen einheitlichen, recyclebaren Pappbecher. Daran arbeite man zurzeit mit seinen Partnern, teilt der Flughafen mit und verweist darauf, dass im Vereinigten Königreich nur rund einer von 400 Bechern recycelt wird. Damit der Mülldienstleister die Trinkgefäße einfacher dem Recycling zuführen kann, werden in den kommenden Wochen spezielle Behältnisse nur für die Becher aufgestellt.

Kampf den Einweg-Plastikprodukten

In einer zweiten Phase möchte der Flughafen herausfinden, wie er ganz auf Einwegbecher verzichten und sie durch eine wiederverwendbare Alternative ersetzen kann. Dazu sollen Passagiere etwa Anreize erhalten, eigene Trinkgefäße mitzubringen. Alle Cafés, Imbisse und Restaurants mit Sitzplätzen sollen außerdem wiederverwendbares Geschirr anbieten. Ziel ist es laut dem Airport schließlich, dass auch Einweg-Plastikprodukte wie Flaschen, Trinkhalme und Umrührstäbchen verschwinden.

Die aktuelle Initiative folgt auf einen internen Test mit wiederverwendbaren Kaffeebechern in der Zentrale des Heathrow Airport. Alleine dadurch will der Flughafen erreichen, dass rund 250.000 Einwegbecher weniger pro Jahr im Müll landen. Die britische Regierung hatte erst vor Kurzem in Aussicht gestellt, im Kampf gegen Plastikmüll Trinkhalme, Wattestäbchen und Umrührstäbchen aus Plastik zu verbieten.

Mehr zum Thema

Airbus A380 wird zum Lehrflugzeug fürs Verbundstoff-Recycling

Airbus A380 wird zum Lehrflugzeug fürs Verbundstoff-Recycling

Essen von Easyjet: Zu viel ist ungesund - auch für die Fluggesellschaft selbst.

Easyjet will mit Algorithmen den Müll reduzieren

Wenn Sie in den vergangenen Jahren Southwest Airlines geflogen sind, dann sollten Ihnen die Farben dieses Fussballs bekannt vorkommen. Er wurde aus den alten Lederbezügen der Flugzeugsitze hergestellt und dient nun einem Kind in Kenia als Spielzeug.

So recyceln Airlines

Flugzeugfriedhof: Mit Ersatzteilen lässt sich viel Geld machen.

Boeing setzt auf kaputte Flieger

Video

Flugzeuge am Wilson Airport: 41 Flugzeuge um den Flughafen sind zu hoch und sollen abgerissen werden.
Flughafen Nairobi-Wilson
Rund um Kenias wichtigsten Inlandsflughafen sind in den vergangenen Jahren Dutzende Gebäude entstanden, die den Luftraum verletzen. Der Senat fordert nun den Abriss, die Regierung will lieber die Flugrouten zum Flughafen Nairobi-Wilson ändern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der weltgrößte Papierflieger: Er flog über 59 Meter.
Papierflieger kennt jedes Kind. Doch dieses Exemplar sprengt alle Dimensionen: Mit mehr als 20 Metern Spannweite und einem Flug über 59 Meter hat ein Team aus Italien den Weltrekord für das größte flugfähige Papierflugzeug geholt - und Deutschland entthront.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Electra aero: So soll das Regionalflugzeug aussehen.
Der erfolgreiche Testflug des Kurzstartflugzeugs EL2 ist für Electra Aero nur der Anfang. Das Unternehmen entwickelt bereits ein deutlich größeres Verkehrsflugzeug für 100 Passagiere, das dank eines ungewöhnlichen Antriebskonzepts sehr effizient fliegen soll.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies