Flieger von Ryanair: Tochter Buzz soll Wizz Air angreifen.

VerwechslungsgefahrWizz und Ryanair streiten um Namen Buzz

Mit ihrer polnischen Tochter will Ryanair in Budapest Wizz Air angreifen. Diese wehrt sich mit einer einstweiligen Verfügung.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Es ist ein aggressiver Schachzug. Vergangenen Herbst verkündete Ryanair, die Basis in Budapest zu schließen und dort die polnische Tochter starten zu lassen. Mit ihrer «tieferen Kostenbasis» soll Buzz in der ungarischen Hauptstadt der übermächtigen Lokalmatadorin Wizz Air den Platz streitig machen.

Doch die ungarische Billigairline wehrte sich. Auf Antrag von Wizz Air hat ein ungarisches Gericht gegenüber der Ryanair-Tochter eine einstweilige Verfügung erlassen, wie es in lokalen Medien heißt. Demnach darf Buzz nicht unter dem bisherigen Namen in Ungarn starten.

«Schreckliche Angst vor Buzz»

Anlass für die Verfügung gegen Buzz ist die Ähnlichkeit mit dem Namen Wizz Air. Ryanair verteidigt sich in einer Pressemitteilung. Der Name Buzz sei bereits seit 17 Jahren im eigenen Besitz, heißt es darin.

Im Jahr 2003 übernahm Ryanair eine gleichnamige Billigfluglinie von KLM. Nur ein Jahr später wurde der Betrieb der ersten Buzz wieder eingestellt, die Markenrechte blieben jedoch erhalten. «Es ist klar, dass Wizz Air schreckliche Angst vor den niedrigeren Tarifen von Buzz hat», kommentiert Ryanair-Chef Michael O'Leary.

Ryanair geht in Berufung

Wizz Air und Ryanair liefern sich bereits ein harten Wettkampf in Polen. Laut O'Leary möchte Wizz Air ein Erstarken von Ryanair in Ungarn sowie Ost- und Zentraleuropa mit der Verfügung ausbremsen. Mit Basen in Prag und Sofia hat Ryanair Buzz bereits andernorts ins Rennen geschickt.

«Wir freuen uns darauf, diese alberne einstweilige Verfügung in der Berufungsinstanz aufzuheben», sagt der Ryanair-Chef und wettert gewohnt weiter: «Sie sollten aufhören, Zeit mit Anwälten zu verschwenden und beginnen, ihre Energie darauf zu konzentrieren, ihre Kosten zu senken».

Mehr zum Thema

Wizz-Air-Chef József Váradi: Geht bewusst ins Risiko.

«Dann schließen wir die Basis und ziehen weiter»

Gezeichneter Lauda-Flieger: Die Marke bleibt, die Aufgabe wechselt.

Ryanair storniert Jets für Lauda

Wizz-Air-Jets: Schon viel in Dortmund im Einsatz, aber erst ab August dort stationiert.

Wizz Air stationiert drei Flieger in Dortmund

ticker-ryanair

Niederlage für Ryanair: EU-Gericht bestätigt italienische Corona-Hilfen für Airlines

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg