Flieger von Ryanair: Tochter Buzz soll Wizz Air angreifen.

VerwechslungsgefahrWizz und Ryanair streiten um Namen Buzz

Mit ihrer polnischen Tochter will Ryanair in Budapest Wizz Air angreifen. Diese wehrt sich mit einer einstweiligen Verfügung.

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Es ist ein aggressiver Schachzug. Vergangenen Herbst verkündete Ryanair, die Basis in Budapest zu schließen und dort die polnische Tochter starten zu lassen. Mit ihrer «tieferen Kostenbasis» soll Buzz in der ungarischen Hauptstadt der übermächtigen Lokalmatadorin Wizz Air den Platz streitig machen.

Doch die ungarische Billigairline wehrte sich. Auf Antrag von Wizz Air hat ein ungarisches Gericht gegenüber der Ryanair-Tochter eine einstweilige Verfügung erlassen, wie es in lokalen Medien heißt. Demnach darf Buzz nicht unter dem bisherigen Namen in Ungarn starten.

«Schreckliche Angst vor Buzz»

Anlass für die Verfügung gegen Buzz ist die Ähnlichkeit mit dem Namen Wizz Air. Ryanair verteidigt sich in einer Pressemitteilung. Der Name Buzz sei bereits seit 17 Jahren im eigenen Besitz, heißt es darin.

Im Jahr 2003 übernahm Ryanair eine gleichnamige Billigfluglinie von KLM. Nur ein Jahr später wurde der Betrieb der ersten Buzz wieder eingestellt, die Markenrechte blieben jedoch erhalten. «Es ist klar, dass Wizz Air schreckliche Angst vor den niedrigeren Tarifen von Buzz hat», kommentiert Ryanair-Chef Michael O'Leary.

Ryanair geht in Berufung

Wizz Air und Ryanair liefern sich bereits ein harten Wettkampf in Polen. Laut O'Leary möchte Wizz Air ein Erstarken von Ryanair in Ungarn sowie Ost- und Zentraleuropa mit der Verfügung ausbremsen. Mit Basen in Prag und Sofia hat Ryanair Buzz bereits andernorts ins Rennen geschickt.

«Wir freuen uns darauf, diese alberne einstweilige Verfügung in der Berufungsinstanz aufzuheben», sagt der Ryanair-Chef und wettert gewohnt weiter: «Sie sollten aufhören, Zeit mit Anwälten zu verschwenden und beginnen, ihre Energie darauf zu konzentrieren, ihre Kosten zu senken».

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