Boeing 737 von Sky Up: Eine Maschine steht weiterhin am Flughafen Kyiv.

UR-SQPWarum Sky Up eine Boeing 737 nicht aus der Ukraine wegbringt

Am Flughafen Kyiv-Boryspil steht noch eine Boeing 737-800 der Fluglinie Sky Up. Airline-Chef Seroukhov nennt jetzt die Gründe, die gegen eine Evakuierung sprechen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Einen Monat nach dem Beginn der russischen Invasion in die Ukraine wandte sich die ukrainische Fluglinie Sky Up mit einem Hilferuf an die globale Luftfahrtgemeinde. Die damals 15 Maschinen der Airline stünden für Wet-Lease-Aufträge zur Verfügung. Nahezu alle Flugzeuge befanden sich zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr in der Ukraine.

Der Plan von Airline-Chef Dmytro Seroukhov ging auf. Sky Up ist heute dank europäischer Lizenzen als Wet-Lease- und Charteranbieterin aktiv. Im Sommer transportierte die Airline unter anderem deutsche Urlauberinnen und Urlauber. Die Mitarbeitenden können ihren Job also zumindest teilweise weiter ausüben.

Eine Boeing 737 in Kyiv-Boryspil

Auf eine Boeing 737-800 muss die Fluggesellschaft allerdings schon seit dem 24. Februar 2022 verzichten - diese steht noch immer am Flughafen Kyiv-Boryspil. Zwar gab es damals noch den Versuch, den Jet rechtzeitig auszufliegen, doch dieser scheiterte.

In der Fernsehsendung Nastoyaschego Vremnia nannte Airline-Chef Seroukhov jetzt die Gründe, die es aktuell unmöglich machen, das Flugzeug mit dem Kennzeichen UR-SQP ins Ausland zu holen. Das berichtet das Portal Avianews.

Flugabwehrsystem ist aktiv

Denn zum einen ist der ukrainische Luftraum für den zivilen Luftverkehr seit Kriegsbeginn geschlossen. «Es wird alles vom Militär geregelt», so der Airline-Chef. Man sei bei einer möglichen Evakuierung der Maschine auf dessen Unterstützung angewiesen.

«Die Ukraine besitzt ein funktionierendes Flugabwehrsystem», so Seroukhov. Da Russland sein Nachbarland tagtäglich mit Raketen beschieße, könne dies nicht deaktiviert werden. Auch das verhindere eine Evakuierung der rund 17 Jahre alten Boeing, so der Sky-Up-Chef.

Kein Versicherungsschutz

Der dritte Punkt, den Seroukhov anspricht, ist die fehlende Police. «Nach internationalen Standards kann ein Flugzeug nicht fliegen, wenn es keinen Versicherungsschutz hat», so der Manager. Luftfahrtversicherungen enden oft vertraglich bei Kriegsereignissen.

Laut dem Luftfahrtdatenportal CH Aviation betreibt Sky Up mittlerweile noch zwölf Boeing 737. Vier davon sind derzeit nicht aktiv, darunter die UR-SQP.

Mehr zum Thema

Die interaktive Karte finden Sie am Artikel-Ende.

Wo sich die Flugzeuge der ukrainischen Airlines befinden

Boeing 737 von Sky Up: Künftig vermehrt in Europa unterwegs.

Ukrainische Sky Up wird vorübergehend maltesisch

Jets von Sky Up und Corendon am Flughafen Düsseldorf: Wieder im Einsatz.

Ukrainische Jets fliegen deutsche Urlauber in den Süden

ticker-eu-europaeische-union

EU prüft Einreiseverbot für russische Kriegsteilnehmer

Video

erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil