Blick aus Airbus A321 XLR von Iberia: Beim Sonderflug wird die totale Sonnenfinsternis zu sehen sein.

Sonderflug am 12. AugustIberia fliegt mit einem Airbus A321 XLR der totalen Sonnenfinsternis entgegen

Eine totale Sonnenfinsternis über Europa ist ein seltenes Ereignis. Iberia nutzt die Gelegenheit für einen besonderen Flug: Ein Airbus A321 XLR bringt Forschende in die optimale Position zur Beobachtung - samt Liveübertragung aus 10.000 Metern Höhe.

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Wenn man von seinem Garten aus eine totale Sonnenfinsternis beobachten will, muss man ganz schön alt werden. Das Naturschauspiel ist an einem konkreten Ort in Europa im Durchschnitt nur alle 300 bis 400 Jahre zu beobachten. Und dann muss noch das Wetter mitspielen. Über den ganzen Kontinent gesehen, tritt es jedoch alle paar Jahrzehnte auf.

Das nächste Mal ist es am 12. August so weit. Zum ersten Mal seit der Sonnenfinsternis vom 29. März 2006 zieht der Kernschatten des Mondes wieder über das europäische Festland. Das Ende der Finsternis wird an der Nordküste Spaniens zu beobachten sein. Auch die Balearen werden vom Kernschatten erfasst - für höchstens 1 Minute und 36 Sekunden.

Im Cockpit sitzt ein Iberia-Pilot mit Studium in Astrophysik

Iberia plant für das Ereignis einen Sonderflug. Er startet am 12. August um 18:45 Uhr in Madrid. «Die Flugroute wurde so geplant, dass die Beobachtungsbedingungen für die Sonnenfinsternis möglichst optimal sind», erklärt die spanische Nationalairline. Die Route führt über die nordspanische Provinz Palencia. Die Flugnummer: IB1473 - eine Hommage an das Geburtsjahr des Astronomen Nikolaus Kopernikus.

Auf dem Sonderflug zur Sonnenfinsternis setzt Iberia einen Airbus A321 XLR ein. Als Kapitän ist Javier Lopera Alcalá im Einsatz. Neben ihm wird Javier Meana Fernández als Kopilot mit im Cockpit sitzen. Er ist nicht nur Flugzeugführer, sondern verfügt auch über ein Studium der Astrophysik.

Sonnenfinsternis wird aus Airbus A321 XLR übertragen

An Bord des Airbus A321 XLR befindet sich ein Team von Forschenden des Projekts Shelios, einer wissenschaftlichen und pädagogischen Initiative unter Leitung des Astronomen Miquel Serra-Ricart. «Die Beobachtung aus Reiseflughöhe ermöglicht uns einen klaren Blick auf die Sonnenkorona, frei von Wolken und anderen atmosphärischen Einflüssen, die Beobachtungen vom Boden erschweren können», erklärt der Forscher des Instituts für Astrophysik der Kanaren. Darüber hinaus ließen sich von Bord aus 10.000 Metern Höhe auch die Umgebung der Sonne sowie die scheinbare Position von Venus und Merkur und weitere sichtbare Sterne beobachten.

Um dieses außergewöhnliche Erlebnis mit einem breiten Publikum zu teilen, wird Iberia es live über ihre sozialen Netzwerke übertragen. «So können Nutzer die Sonnenfinsternis in Echtzeit aus einer einzigartigen Perspektive oberhalb der Wolken verfolgen», schreibt die Fluglinie.

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