Flugzeug von Condor: Für FTI-Kunden nur noch Rückflüge.

Zubringer-AbkommenStreit zwischen Condor und Lufthansa geht auf EU-Ebene

Lufthansa will die Zubringer-Kooperation mit Condor beenden, der Ferienflieger möchte genau das nicht. Es wird verhandelt und prozessiert - und nun gibt es einen EU-Aspekt.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Es gibt Gespräche, aber weiterhin keine Einigung. Und die Uhr tickt. Das ist die sehr kurze Zusammenfassung zum Stand des Streites zwischen Condor und Lufthansa über Zubringerflüge für Condor. Denn wenn bis zum 27. Oktober keine Einigung gefunden ist, dürfte Lufthansa - Stand jetzt - das Abkommen aufkündigen, durch das Condor zu guten Konditionen Fluggäste in Lufthansa-Flügen nach Frankfurt platzieren kann.

Dieses Abkommen heißt Special Pro-Rate Agreement, kurz SPA, und ist abseits der Gespräch auch Gegenstand eines Kartellamtsentscheidung und einer Gerichtsprozesses. Das Kartellamt entschied zunächst zugunsten von Condor, das Oberlandesgericht Düsseldorf zog das aber in Zweifel und sorgte in einem vorläufigen Verfahren für einen Etappensieg für Lufthansa. Das Hauptverfahren steht allerdings noch aus.

Condor dementiert Beschwerde

Wie sich nun zeigt, hat der Streit zwischen den deutschen Fluggesellschaften aber eine weitere Dimension - eine europäische. Zunächst berichtete das Touristik-Fachmagazin FVW am Montag (14. Oktober): «Condor soll sich Insidern zufolge vielmehr an die EU-Wettbewerbskommission gewandt haben, um ihre Interessen kurzfristig durchzusetzen und Lufthansa dazu zu bewegen, Condor weiter- hin Sonderkonditionen zu gewähren.»

Condor erklärt dazu allerdings auf Anfrage schriftlich: «Condor hat keine Beschwerde gegen Lufthansa bei der EU-Kommission eingelegt», so eine Airline-Sprecherin. «Laufende Verfahren kommentieren wir grundsätzlich nicht.» Weiter ins Detail gehen will sie nicht.

Indirekter Hinweis auf EU-Verfahren

Besonders der zweite Satz des Statements lässt aber Raum für Überlegungen. Denn dass ein Unternehmen grundsätzlich keine laufenden Verfahren kommentiert, liest man zwar häufig in Stellungnahmen. Aber: Es impliziert auch, dass es überhaupt ein Verfahren gibt.

Spinnt man diesen Gedanken im aktuellen Fall weiter, würde das bedeuten: Es gibt womöglich ein EU-Verfahren, in dem Condor und Lufthansa eine Rolle spielen - das Condor laut eigenen Angaben aber nicht durch eine Beschwerde ausgelöst hat. Anders herum betrachtet, gibt es für Lufthansa keinen ersichtlichen Grund, die Kommission anzurufen. Von Lufthansa lag bis zum Erscheinen dieses Artikels noch keine Stellungnahme vor.

Lufthansa hat noch mit ITA-Einstieg zu tun

Ein europäisches Wettbewerbsverfahren, in dem Lufthansa sich befindet, ist das zum Einstieg bei ITA Airways. Die grundsätzliche Freigabe der EU-Kommission dafür kam zwar bereits im Juli. Aber Lufthansa muss bis zum 4. November Wettbewerb für die Umsetzung ihrer Italien-Pläne nachweisen. Condor spielt bei all dem bisher allerdings keine Rolle.

Mehr zum Thema

Jets von Condor und der Lufthansa-Tochter Discover in Frankfurt: Ferienflug-Konkurrenz.

Kurz vor entscheidendem Datum: Lufthansa und Condor immer noch nicht einig über Zubringer

Condor-Jet in Frankfurt: Braucht Zubringer für die Langstrecke.

Gericht gibt Lufthansa im Streit mit Condor recht

Langstreckenjet von Condor: Lufthansa muss als Zubringer dienen.

Condor behält Lufthansas Zubringerflüge - und bekommt noch mehr

first airbus a321 neo moulding in toulouse

EU und USA einigen sich auf Zollsatz - Airbus und Co. können aufatmen

Video

Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a380 qantas sao paolo
Ein Airbus A380 der australischen Airline hat einen Flug nach Brasilien absolviert, der nicht zum Linienflugprogramm von Qantas gehört. Das sorgte für zwei Premieren. Nun gibt es Gerüchte, dass ein Superstar den Superjumbo gemietet haben soll.
Timo Nowack
Timo Nowack