Jets von Condor und der Lufthansa-Tochter Discover in Frankfurt: Ferienflug-Konkurrenz.

Flüge nach FrankfurtKurz vor entscheidendem Datum: Lufthansa und Condor immer noch nicht einig über Zubringer

Deutschlands größte Airline und der Ferienflieger verhandeln über ihre Zusammenarbeit, die Condor Zubringerdienste sichert. Doch weiterhin gibt es kein Ergebnis - und viel Zeit ist nicht mehr.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Special Pro-Rate Agreement, abgekürzt SPA - der Begriff ist so sperrig wie der Streit, der darum entbrannt ist. Beim SPA handelt es sich um eine Vereinbarung zwischen Lufthansa und Condor. Einfach gesagt, ermöglicht sie Condor, ihre Fluggäste zu guten Konditionen auf Lufthansa-Flügen Richtung Frankfurt zu platzieren und diese somit als Zubringer für die eigenen Langstrecken ab Frankfurt zu nutzen. Doch 2020 kündigte Lufthansa das SPA.

Doch Condor ging dagegen vor, zunächst mit Erfolg. Denn das Kartellamt untersagte Lufthansa aus kartellrechtlichen Gründen die Beendigung der Kooperation. Doch damit fand sich wiederum Lufthansa nicht ab, die Condor als Konkurrentin besonders für den eigenen Ferienflieger Discover sieht. Sie schaltete das Oberlandesgericht Düsseldorf ein, das im Mai 2024 einen Beschluss in einem vorläufigen Verfahren erließ.

SPA nur noch bis zum 27. Oktober

Er fiel zu Lufthansas Gunsten aus. Das Gericht schrieb, dass es «ernstliche Rechtmäßigkeitszweifel» gegen die Kartellamtsentscheidung gebe. Daher werde diese «wahrscheinlich» auch im Hauptsacheverfahren «keinen Bestand haben». Das Oberlandesgericht gab daher dem Antrag von Lufthansa statt, die Entscheidung des Kartellamtes auszusetzen, bis das gerichtliche Hauptsacheverfahren abgeschlossen ist.

In der Folge berichtete zunächst die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter Berufung auf Branchenkreise, Lufthansa liebäugele damit, mit der Düsseldorfer Entscheidung im Rücken das SPA im Oktober zu beenden. Lufthansa bestätigte anschließend, dass die Kooperation tatsächlich nur noch bis zum Ende des Sommerflugplans am 27. Oktober 2024 läuft.

Gespräche wieder aufgenommen

Allerdings deutete sich kurz danach an, dass es womöglich eine andere Lösung gegeben könnte. Denn im Februar hatte Peter Gerber auf dem Chefsessel von Condor Platz genommen, der zuvor selber viele Jahre für die Lufthansa-Gruppe gearbeitet hatte. Im Juli sagte der neue Condor-Chef in einem Mediengespräch: «Der Rechtsstreit kann noch drei bis fünf Jahre dauern. Besser wäre deshalb für beide eine außergerichtliche Einigung.»

Und tatsächlich starteten Verhandlungen. «Zwischenzeitlich haben Condor und Lufthansa wieder Gespräche aufgenommen, um eine außergerichtliche Einigung zu erzielen», erklärte eine Condor-Sprecherin damals. Und auch Lufthansa bestätigte die Gespräch.

Bislang kein Ergebnis

Doch bis jetzt, nur etwas mehr als zwei Wochen vor dem 27. Oktober, gibt es immer noch keine Lösung, wie die Süddeutsche Zeitung am 10. Oktober berichtet. Ihr gegenüber bestätigte Lufthansa zwar weiterhin Gespräche, erklärte aber, diese hätten bislang nicht zu einem Ergebnis geführt. Condor bestätigt ebenfalls Gespräche, nennt aber keine Details.

Gibt es bis zum 27. Oktober weiterhin keine Einigung, würden Lufthansa und Condor laut Süddeutscher Zeitung nur noch per Interlining zusammenarbeiten. Das würde wesentlich schlechtere Konditionen für Condor bedeuten als beim Special Pro-Rate Agreement.

Mehr zum Thema

Condor-Jet in Frankfurt: Braucht Zubringer für die Langstrecke.

Gericht gibt Lufthansa im Streit mit Condor recht

Airbus A330-900 von Condor: Hat die Boeing 767 abgelöst.

Condor macht sich schick für künftige Käufer

Langstreckenjet von Condor: Lufthansa muss als Zubringer dienen.

Condor behält Lufthansas Zubringerflüge - und bekommt noch mehr

ticker-lufthansa

Digitale Mitgliederwerbung: Vereinigung Cockpit klagt gegen Lufthansa

Video

iberia sonnenfinsternis
Die Sonnenfinsternis hielten die Menschen an vielen Orten in Europa in Atem. Iberia beobachtete sie von einem Airbus A321 XLR aus - und hielt das im Video fest.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Unglücksort: Das Wrack der ATR 72 von Voepass.
Schon lange vor dem Absturz der ATR 72 mit 62 Toten waren bei Voepass Probleme mit Wartung und Enteisung bekannt. Dennoch wurde laut Erkenntnissen der brasilianischen Bundespolizei nicht konsequent gehandelt. Ihre Ermittlungen belasten die Fluggesellschaft - aber auch die Luftfahrtbehörde Anac.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
erste boeing 737 max tarom
Die rumänische Fluglinie steht kurz vor der Übernahme ihrer ersten Boeing 737 Max. Das Flugzeug von Tarom trägt schon seine Bemalung - und die zeigt neue Designelemente.
Timo Nowack
Timo Nowack