Flugzeug von Air Europa: Wie geht es weiter für die Fluglinie?

475 Millionen KreditSo will Air Europa einen neuen Investor anlocken

Die spanische Fluggesellschaft drückt eine Schuldenlast von 475 Millionen Euro, die ihren Ursprung in der Corona-Krise hat. Nun soll eine Unternehmensberatung Investoren suchen.

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Air Europa hat ein gutes Jahr hinter sich. Die spanische Fluglinie geht für 2024 von einem Umsatz von über 2,9 Milliarden Euro aus, ein Plus von 6,3 Prozent. Und auch für dieses Jahr erwartet die Airline weiteres Wachstum. Sie will mehr als 12 Millionen Passagiere befördern.

Gleichzeitig belastet aber noch immer ein immenser Kredit von 475 Millionen Euro, den Air Europa im November 2020 von der spanischen Staatsgesellschaft SEPI erhalten hat. Dieser Kredit wurde vom Ministerrat genehmigt und stammt aus einem speziellen Rettungsfonds, der Unternehmen unterstützt, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten waren, aber ohne die Krise eigentlich zahlungsfähig gewesen wären.

Neue Aktien

Nach Informationen der spanischen Zeitung El Pais hat Air Europa die Beraterfirma PJT Partners beauftragt, den dreistelligen Millionenbetrag zu beschaffen. Ein Sprecher der Fluggesellschaft sagte am Dienstag, dass die Fluggesellschaft durch Kredite und möglicherweise eine Kapitalerhöhung Geld aufbringen wolle, um die Schulden gegenüber dem Staat zurückzuzahlen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. PJT Partners hat sich bisher nicht öffentlich zu den Plänen geäußert.

Laut der Nachrichtenagentur wird spekuliert, dass Air Europa durch die Ausgabe neuer Aktien bis zu 20 Prozent der benötigten Summe aufbringen möchte. Mit diesen Mitteln sollen neue Kredite zu den aktuellen Marktbedingungen aufgenommen werden. Derzeit zahlt die Fluggesellschaft rund 9 Prozent Zinsen im Rahmen der staatlichen Rettungsaktion.

Mehre Airlines melden Interesse an Air Europa an

Die Geschäftsführung von Air Europa um Airlinechef Juan Jose Hidalgo wird seit Monaten von potenziellen Investoren wie Air France, Lufthansa und Etihad kontaktiert. Auch über ein mögliches Interesse der US-amerikanischen Fluggesellschaft Delta wird spekuliert.

Die Familie Hidalgo plant, nach der Aufnahme eines Investors weiterhin mehr als 50 Prozent des Kapitals zu halten, schließt jedoch nicht aus, dass sich auch Investmentfonds beteiligen könnten. Die Familie Hidalgo hält über ihre Holding Globalia 80 Prozent der Anteile, die restlichen 20 Prozent sind seit 2002 im Besitz von IAG.

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