Boeing 787 von Air Europa: Fliegt von Frankfurt nach Feuerland.

Knapp bei KasseAir Europa bekommt Nothilfe vom Staat

Der spanischen Fluggesellschaft droht das Geld auszugehen. Deshalb hilft der Staat Air Europa mit einem 400-Millionen-Darlehen. Das nützt auch Iberia.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Den Betrieb hat Air Europa zwar wieder gestartet. Dennoch ist die spanische Fluggesellschaft noch weit davon entfernt, ihr vorheriges Programm anzubieten. Denn dazu wütet die Corona-Krise in ihrem wichtigsten Zielgebiet Lateinamerika noch zu heftig.

Santo Domingo fliegt sie als einziges Fernziel drei Mal an, São Paulo und Quito zwei Mal. Bogotá, Buenos Aires, Lima, Medellín, Montevideo, San Pedro Sula und Santa Cruz dagegen fliegt Air Europa nur ein Mal pro Woche an. Und so fließen die Einnahmen bei der Fluglinie immer noch spärlich.

400 Millionen aus der Staatskasse

Auf der anderen Seite laufen Monat für Monat Rechnungen von Flugzeugleasingfirmen ein, die sich auf 25 bis 30 Millionen Euro summieren, wie die Zeitung Cinco Dias schreibt. Deshalb ist die finanzielle Lage der Airline extrem angespannt. Bis am 30. September muss sie frisches Kapital aufgetrieben haben, damit sie weiterfliegen kann, heißt es.

Wie Cinco Dias schreibt, ist Rettung aber in Sicht. Der Staat gewährt Air Europa Nothilfe. Zum einen wird die spanische Regierung der Fluglinie ein Darlehen über 201 Millionen Euro gewähren, bei dem sie neben einer fixen Zinszahlung auch am Unternehmenserfolg partizipiert. Zum anderen gibt er ein normales Darlehen über 199 Millionen Euro mit fixem Zinssatz, schreibt das Blatt.

Tieferer Preis für Übernahme

Die Zeit drängt. Denn vor der Auszahlung will die staatliche Holding Sociedad Estatal de Participaciones Industriales Sepi die Bücher von Air Europa prüfen. Das Resultat wird auch IAG und deren Tochter Iberia interessieren. Denn sie hatten im vergangenen November vereinbart, Air Europa für eine Milliarde Euro in bar zu übernehmen. Im August wurde dann bekannt, dass der Konzern wegen Corona nur noch 500 Millionen Euro bezahlen will.

Offenbar drängt der Staat Air-Europa-Besitzerin Globalia, die reduzierte Offerte anzunehmen, damit die zahlreichen Verbindungen zu Lateinamerika bestehen bleiben. Diese hat sich bisher aber geziert. Ungeachtet dessen hat Air Europa bereits bekannt gegeben, die Flotte von derzeit 66 Fliegern um bis zu 14 auf nur noch 52 Flugzeuge zu reduzieren. Damit fällt etwa jede fünfte Maschine weg.

Mehr zum Thema

Embraer E190 von Air Europa: Die Fluglinie steuert 69 Ziele an und ist besonders in Südamerika stark.

IAG verstärkt Tochter Iberia mit Air Europa

Flugzeug von Air Europa: Wie geht es weiter für die Fluglinie?

Air Europa sortiert jedes fünfte Flugzeug aus

Iberia parkt Flieger an spanischem Geisterflughafen

Iberia parkt Flieger an spanischem Geisterflughafen

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg