Blick aus einem Flieger von Flair: Der Airline droht eine Sammellage wegen ihrer Gepäckbestimmungen.

Flair AirlinesSind die Handgepäck-Messgestelle kleiner als die Maße, welche die Airline vorschreibt?

Ein Kanadier wollte alles richtig machen und ließ sich einen Handgepäckskoffer exakt nach den Maßen von Flair Airlines anfertigen. Doch am Flughafen passte das Gepäckstück trotzdem nicht ins Messgestell. Jetzt will die Fluglinie alle Gepäckmess-Ständer überprüfen.

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Handgepäck-Messgestelle vor den Abfluggates sorgen bei vielen Reisenden für ein mulmiges Gefühl. Passt die Tasche wirklich oder ist sie vielleicht doch zu groß und muss nachbezahlt werden? Ein Mann aus Kanada hatte genug von diesem Nervenkitzel: Er ließ sich für 400 Dollar einen Hartschalenkoffer anfertigen, der minimal kleiner ist, als die von Flair angegebenen Maße.

Genutzt hat es ihm zunächst nichts. Als der Mann am Flughafen Edmonton mit Flair Airlines fliegen wollte, stellte er seine Spezialanfertigung in das Messgestell der Airline. Er stellte überraschend fest, dass sie nicht passte. Also musste er wieder 78 Dollar für dein Gepäck zahlen.

Koffer passte trotzdem nicht

Der Mann kontaktierte Flair Airlines und machte auf die Diskrepanz aufmerksam. Gegenüber CTV News sagte er, dass die Airline ihn nicht ernst genommen und keine überzeugende Lösung angeboten habe. Das habe ihn extrem frustriert, weshalb er sich schließlich an die Medien wandte.

In Gegenwart von CTV News versuchte der Mann nochmals am Flughafen, seinen extra angefertigten Koffer in das Messgestell zu stecken – wieder ohne Erfolg. Flair Airlines erklärte, das von dem Mann genutzte Messgestell sei beschädigt gewesen, was dieser allerdings gegenüber CTV News bestritt.

Flair Airlines kündigt Maßnahmen an

Dennoch teilte Flair Airlines dem Nachrichtenportal mit, dass sie netzwerkweit alle Handgepäck-Messgestelle überprüfen werde, um herauszufinden, ob deren Innenmaße mit den veröffentlichten Bestimmungen übereinstimmten. «Wir ergreifen Maßnahmen, um eine größere Einheitlichkeit in unserem gesamten Netzwerk zu gewährleisten», so die Airline.

Doch die Entschuldigung und die angekündigte Überprüfung reichen dem geschädigten Mann nicht aus. Er überlegt jetzt, eine Sammelklage gegen Flair Airlines anzustrengen, weil es seiner Aussage nach weiterhin zu viele Ungereimtheiten bei den Gepäckbestimmungen der Airline gebe. In den USA ist das bereits passiert.

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