Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.

Absturz von Flug MU5735 Neue Daten deuten auf Kampf im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern hin

Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.

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Mehr als vier Jahre nach dem Absturz von Flug MU5735 verdichten sich die Hinweise darauf, dass die Boeing 737-800 von China Eastern Airlines absichtlich zum Absturz gebracht wurde. Zuletzt waren Hinweise aufgetaucht, wonach zuerst der Autopilot und dann beide Triebwerke über die Treibstoffschalter nahezu gleichzeitig abgeschaltet wurden. Anschließend wurde das Steuer so bewegt, dass der Jet in einen unkontrollierten Sturzflug überging.

Neue Daten aus den USA deuten nun sogar darauf hin, dass es im Cockpit zu einem Kampf um die Kontrolle des Flugzeugs gekommen ist. Die Boeing 737-800 mit dem Kennzeichen B-1791 war am 21. März 2022 von Kunming nach Guangzhou unterwegs. Über bergigem Gelände nahe Wuzhou verlor sie plötzlich massiv an Höhe und schlug fast senkrecht auf. Alle 132 Menschen an Bord kamen ums Leben.

Kein Notruf der Boeing 737 von China Eastern

Schon früh fiel auf, dass es weder Hinweise auf technische Probleme von Flug MU5735 noch einen Notruf gegeben hatte. Erste Daten deuteten vielmehr darauf hin, dass das Flugzeug exakt auf Steuerbefehle reagierte. Aus China gab es aber bislang kaum weitere Informationen über den Unfallgrund oder -hergang.

Unterlagen des National Transportation Safety Board NTSB bringen nun aber neues Licht ins Dunkel. Die Boeing 737-800 führte mindestens eine vollständige Drehung um die eigene Achse aus. Besonders auffällig seien die Bewegungen der Steuerhörner im Cockpit gewesen, heißt es vom NTSB, wie die Zeitung New York Tines berichtet. Diese hätten sich abrupt und wiederholt in unterschiedliche Richtungen bewegt. Genau das deute darauf hin, dass zwei Personen gegeneinander steuerten - etwa Kapitän und Kopilot. Ein ehemaliger Ermittler der Behörden in den USA spricht deshalb gegenüber der New York Times von einem «absichtlichen Akt».

Aufzeichnungen enden weil Strom fehlte

Die Aufzeichnungen des Flugdatenschreibers der Boeing 737-800 von China Eastern endeten bereits während des Absturzes in rund 26.000 Fuß oder rund 7620 Meter Höhe. Weil die Triebwerke abgeschaltet waren, fiel offenbar auch die Stromversorgung für das Gerät aus.

Die Untersuchung liegt offiziell bei der chinesischen Luftfahrtbehörde. Diese hat bislang jedoch nur wenige Informationen veröffentlicht. Zuletzt erklärte sie sogar, ein Abschlussbericht werde nicht publiziert, da dies die nationale Sicherheit und soziale Stabilität gefährden könnte. Die nun bekannt gewordenen Informationen des NTSB stammen dagegen aus einer Anfrage nach dem amerikanischen Informationsfreiheitsgesetz. Wer diese gestellt hat, ist nicht bekannt. Die Daten sind mittlerweile verfügbar.

Parallelen zu Germanwings und LAM

Bereits früher hatten Hinweise darauf hingedeutet, dass jemand im Cockpit das Flugzeug absichtlich in den Sturzflug gebracht haben könnte. Wer sich zu diesem Zeitpunkt im Cockpit befand, wurde bis heute nicht offiziell bestätigt.

Der Absturz weist Parallelen zu anderen Unglücken auf, bei denen Piloten Flugzeuge absichtlich abstürzen ließen. Der bekannteste Flug 4U9525 von Germanwings. Auch bei dem Absturz eines Fluges von LAM Linhas Aéreas de Moçambique im Jahr 2013 sowie bei Flug MS990 von Egypt Air und dem Absturz von Silk-Air-Flug MI185 gilt ein absichtliches Handeln im Cockpit als wahrscheinliche Ursache.

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