Airbus A320 von Senegal Airlines: In Guinea festgehalten.

Senegal: Kleinkrieg mit Minister

Ein Minister des Nachbarlandes Guinea kam zu spät zum Flug und wurde abgewiesen. Er ließ das nicht auf sich sitzen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Das Gate war bereits seit zwanzig Minuten geschlossen, als Elhadj Ousmane Bah am Schalter ankam. Dort traf der Transportminister aus dem Nachbarland Guinea auf einen Praktikant. Der checkte den hohen Gast auf den Flug auf Senegal Airlines ein. Danach rief er den Piloten im Flugzeug an. Doch der sagte, es sei zu spät, die Türen seine bereits seit einiger Zeit geschlossen und man sei bereit zu starten, berichtet die lokale Zeitung Le Populaire. Der Flugkapitän rollte los und steuerte auf die Startbahn zu. Er hatte die Rechnung ohne den Politiker gemacht. Kurz vor dem Start forderte der Kontrollturm den Piloten auf, zum Standplatz zurückzukehren, um den Gast aufzunehmen.

Offenbar hatte der Minister den Behörden von Senegal gedroht, die Maschine am guineischen Zielort Conakry nicht landen zu lassen, falls sie ohne ihn abfliege. Doch das reichte ihm gemäß Le Populaire nicht. Einmal in seiner Heimat angekommen, rief er den Piloten von Senegal Airlines in die VIP-Lounge des Flughafens. Dort sollte sich dieser entschuldigen. Doch der Kapitän lehnte das ab. Und so zündete der Politiker die nächste Stufe des Konflikts. Er ließ die Maschine von Senegal Airlines zweieinhalb Stunden am Boden festhalten, obwohl sie bereits startklar war.

Immer wieder Ärger

Solche Scharmützel zwischen Senegal und dem Nachbarland sind keine Seltenheit. Im Oktober hatte Guinea einen Airbus A320 für einige Zeit beschlagnahmt, weil man so Schulden der bankrotten Air Senegal International eintreiben wollte. Senegal argumentierte, dass diese Fluggesellschaft nichts mit Senegal Airlines gemeinsam habe. Erst nach einer Intervention von höchster Stelle wurde der kleine Flugzeugkrieg beendet.

Mehr zum Thema

Flieger von Air Senegal: Airline in der Krise.

Regierung stellt Notfallplan zur Rettung von Air Sénégal vor

Boeing 737 kommt beim Start von der Piste ab und fängt Feuer

Boeing 737 kommt beim Start von der Piste ab und fängt Feuer

Airbus A220-300 von Cyprus Airways: Insgesamt sollen zwölf kommen.

Cyprus Airways schnappt sich im Eiltempo zwei Airbus A220-300

Airbus A220 von Air Sénégal: Hebt nicht ab.

Air Sénégal will wegen Problemen mit Airbus A220 klagen

Video

privatjet nigeria landung
Eine Bombardier Challenger 600 musste in Nigeria außerhalb des Flughafens Asaba auf einer Straße aufsetzen. Während alle Insassen unverletzt blieben, sorgte wenige Stunden später ein eigenmächtiger Start des Privatjets für Ermittlungen der Luftfahrtbehörden.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Papst Leo: Offenbar auch ein Luftfahrtfan.
Kampfjet-Eskorte, Funkkontakt und ein Platz auf dem Jumpseat: Papst Leo XIV. erlebte bei einem Flug durch Spanien einen besonderen Moment.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Draco Aircraft will die Draco Hyper-Stol in Serie bauen: Entwickelt wurde sie von einem Tüftler aus den USA.
Ein Motorausfall über Utah brachte Mike Patey dazu, ein Buschflugzeug mit einer Turboprop-Turbine auszustatten. Das Flugzeug wurde zum Hit. Nun will ein polnisches Startup das Konzept zur Serienreife bringen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies