Der Flugplatz mit drei kurzen Pisten liegt auf Helgoland-Düne.

Keine passenden FlugzeugeSeit mehr als einem Jahr keine Linienflüge: OFD gibt Helgoland noch nicht auf

Helgoland ist seit mehr als einem Jahr ohne reguläre Flugverbindung. OFD Ostfriesischer Flug-Dienst arbeitet an einem Comeback – und hofft dabei auch auf Unterstützung aus Brüssel.

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Mittlerweile hat das Fehlen von Linienflügen nach Helgoland auch Berlin erreicht. Ende Juli antwortete die deutsche Regierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion, dass ihr keine Erkenntnisse darüber vorlägen, seit wann es keine regelmäßigen Linienflüge mehr zur Insel gebe. Aber Helgoland sei weiterhin per Schiff sowie über Privatflüge gut erreichbar. Es sei ihr kein Versorgungsproblem der Insel bekannt, so die Bundesregierung.

Von der Möglichkeit, Helgoland als staatlich subventionierte PSO-Strecke auszuschreiben, will der Bund daher nach aktuellem Stand keinen Gebrauch machen. Die Abkürzung steht für Public Service Obligation. Der letzte Linienflug auf die einzige deutsche Hochseeinsel liegt mittlerweile über ein Jahr zurück. Bisher war OFD Ostfriesische Flug-Dienst aus Emden für die Flüge verantwortlich.

OFD arbeitet weiter an Wiederaufnahme der Flugverbindung

Die Airline musste den Betrieb im Frühjahr 2025 einstellen, weil für deren alte Flugzeuge keine Ersatzteile mehr zu bekommen waren. Sie kaufte daraufhin drei neue Tecnam P2006T, die aber nie zum Einsatz kamen, weil die tägliche technische Vorflugkontrolle bei einem zertifizierten Betrieb in den Niederlanden hätte stattfinden müssen. Das war wirtschaftlich nicht tragbar.

Eine Sprecherin teilte nun dem Rundfunkanbieter NDR mit, dass OFD weiterhin großes Interesse habe, den Linienflugverkehr nach Helgoland wieder aufzunehmen. Gemeinsam mit der Gemeinde Helgoland arbeite man an einer Lösung.

Airline hofft auf Unterstützung aus Brüssel

Die schlechte Nachricht: Die drei zweimotorigen Tecnam müssen weiterhin verkauft werden. Die Airline aus Emden will dennoch weiter für eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs kämpfen und hofft dabei laut NDR auch auf Unterstützung auf europäischer Ebene. Ob sie damit auf subventionierte PSO-Strecken setzt, ist unklar.

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