Gewehr: Auf bestimmten Flügen darf man es nicht mehr als Sportgepäck mitnehmen.

Keine Gewehre an BordSchottlands Jagdindustrie sauer auf Lufthansa

Auf Flügen zu bestimmten Zielen in Großbritannien können Passagiere von Lufthansa keine Jagdausrüstung mehr mitnehmen. Das erzürnt die Lobby der Jäger.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die Jagdsaison in Schottland hat Mitte Oktober begonnen. Sie geht noch bis Februar. Und davon profitiert jedes Jahr auch der Tourismus des Landes. Laut Schätzungen der Jagdlobby British Association for Shooting and Conservation bringt sie der lokalen Wirtschaft rund 70 Millionen Pfund an Einnahmen. Nun sehen sich die Jagdfans in Schottland aber vor den Kopf gestoßen – von Lufthansa.

Der Grund: Jäger, die nach Schottland zur Jagd reisen, können auf Flügen nach Edinburgh, Glasgow und London Heathrow ihre eigenen Gewehre bei Lufthansa nicht mehr mit an Bord nehmen. «Das sendet die Botschaft aus, dass Schottland nicht mehr offen für Geschäfte ist», beschwert sich Garry Doolan, Sprecher der Jagdlobby, gegenüber der Zeitung The Herald. Es sei noch unklar, wie viele deutsche Jäger dieses Jahr deshalb nicht nach Schottland gereist seien. «Aber mit den Jahren wird das schlimmer werden.»

«Probleme für Passagiere und Mitarbeiter»

Lufthansa bestätigt das Verbot. «In der Vergangenheit gab es aufgrund der Schusswaffengesetze und Einfuhrbestimmungen in Großbritannien immer wieder Probleme für Passagiere und Mitarbeiter der Lufthansa, was die Mitnahme von Jagdwaffen auf unseren Flüge betrifft», so eine Sprecherin. «Um diese Schwierigkeiten mit den Behörden zu vermeiden, haben wir ein Waffenembargo für ihre Fluggäste auf Flügen zu drei ausgewählten Flughäfen im Vereinigten Königreich verhängt.»

Diese Regelung wurde bereits 2017 eingeführt, fügt die Sprecherin an. Laut dem Artikel in The Herald hatten Vertreter der Regierung das Gespräch mit Lufthansa gesucht. Geändert hat sich an dem Verbot nichts. Aber: Auf Flügen an andere britische Flughäfen, so heißt es auf der Webseite von Lufthansa, sei die Mitnahme weiterhin erlaubt. «Bitte wählen Sie einen anderen Flughafen in London oder Großbritannien, falls Sie die zugelassenen Sport- oder Jagdwaffen mitnehmen möchten.»

Mehr zum Thema

Jäger mit erschossenem Löwen: Bei Emirates nicht mehr willkommen.

Airlines lassen Jäger abblitzen

Tap Air Portugal: Wer bekommt den Zuschlag?

Lufthansa und Air France-KLM müssen bei Tap nachlegen

ticker-lufthansa

Lufthansa kürzt Winterangebot zwischen Frankfurt und New York

ticker-vereinigung-cockpit

Lufthansa und Vereinigung Cockpit starten Schlichtung mit Vorgespräch

Video

Boeing 767 mit Amazon-Bemalung: Das Flugzeug schoss über eine Straße hinaus, der Flughafen wurde geschlossen.
Eine Boeing 767 F von 21 Air schoss bei der Landung am Flughafen Miami über das Ende der Piste hinaus und überquerte eine viel befahrene Straße. Aufnahmen zeigen Feuer und schwarzen Rauch am Frachter, der für Amazon Air unterwegs war. Es gibt fünf Verletzte und fünf Tote.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Flughafen Düsseldorf U-Bahn 9
Nach sieben Jahren Bauzeit eröffnet Düsseldorf zwei neue U-Bahn-Linien. Sie binden erstmals den Flughafen an das Stadtbahnnetz der Landeshauptstadt an.
Jakob Wert
Jakob Wert
Der Moment bevor das Kleinflugzeug mit dem Helikopter Kollidiert: Jetzt ist der NTSB-Bericht erschienen.
Vor zwei Wochen kollidierten eine Cessna 150 und ein Bell 407 an einem Flugplatz in Pennsylvania. Was in den letzten Sekunden davor geschah, zeigt nun der erste Zwischenbericht der Untersuchungsbehörde NTSB.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies