Boieng 8787-9 von Riyadh Air: Die Fluglinie bringt ihre Flotte in Sicherheit.

Flüge gestrichenRiyadh Air bringt ihre Dreamliner vor Huthi-Raketen in Sicherheit

Im Juni nahm Riyadh Air den Betrieb auf, nun steht er still. Die Huthi-Angriffe auf den Flughafen Riyadh zwingen die neue saudische Nationalairline, ihre Boeing 787 im ganzen Land zu verteilen.

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Nach jahrelanger Planung hob am 10. Juni der erste kommerzielle Flug des wohl ambitioniertesten Airline-Projekts der vergangenen Jahre ab. Flug RX401 von Riyadh Air startete um 2:35 Uhr in Riyadh und landete um 7:30 Uhr in London-Heathrow. Zum Start verfügte die Airline bereits über drei eigene Boeing 787-9 (Kennzeichen HZ-RXAA, HZ-RXAB und HZ-RXAC) und einen von Oman Air geleasten Dreamliner (HZ-RXX).

Mittlerweile gehören acht Dreamliner zur Flotte, mit denen Riyadh Air ihr Streckennetz stark ausgebaut hat. Im Juni kamen Jeddah, Dubai und Kairo hinzu, im Sommer folgten Madrid, Málaga und Manchester. Ab Ende Juli expandierte die Airline Richtung Asien und nahm Kuala Lumpur, Mumbai, Dhaka, Islamabad, Lahore, Bangkok und Manila ins Streckennetz auf. Der Plan sieht vor, bis 2030 mehr als 100 Ziele weltweit anzufliegen.

Riyadh Air fliegt ihre Boeing 787-Flotte aus

Nur vier Monate nach dem Start bringen die Angriffe der Huthi-Rebellen den Wachstumskurs zum Erliegen. Die mit Iran verbündete Miliz feuert seit einer Woche Raketen auf saudische Flughäfen ab. Bei Angriffen am Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Samstag und Sonntag kamen insgesamt 19 Menschen ums Leben, mehr als 340 wurden verletzt. Besonders schwer traf es den Flughafen der Hauptstadt Riyadh. Am Wochenende wurden dort mehrere Terminals getroffen, auch ein Flugzeug von Saudia auf dem Vorfeld brannte aus.

Der King Khalid International Airport in Riyadh bleibt mindestens bis zum 17. Oktober geschlossen. Riyadh Air hat ihre Flotte deshalb aus der Hauptstadt abgezogen. Die Dreamliner stehen derzeit in Al-Ula (HZ-RXAA, HZ-RXAG), Medina (HZ-RXAC), Lahore (HZ-RXAE) und Jeddah (HZ-RXAB, HZ-RXAD, HZ-RXAF, HZ-RXX), wie zuerst das Portal PYOK berichtete.

Riyadh Air streicht Flüge

Sicher sind die Flugzeuge damit nur bedingt. Die Huthi nehmen lediglich Mekka und Medina von ihren Angriffen aus. Al-Ula liegt zwar weit von Jemen entfernt, aber noch in Reichweite der Raketen. Auch Jeddah, wo vier Boeing 787 stehen, gilt als mögliches Ziel. Wirklich geschützt ist nur der Dreamliner im pakistanischen Lahore.

Riyadh Air listet auf ihrer Website die gestrichenen Flüge Tag für Tag auf. Am Mittwoch (14. Oktober) fallen 28 Flüge aus, am Donnerstag (15. Oktober) 29 und am Freitag (16. Oktober) 12. Für Samstag (17. Oktober) ist bisher eine Verbindung von Kairo nach Riyadh gestrichen.

Airline bietet Umbuchungen

Die Angaben sind vorläufig, weitere Streichungen dürften folgen. Passagiere mit Buchungen bis zum 24. Oktober können einmal kostenlos auf einen anderen Riyadh-Air-Flug umbuchen, wenn dieser innerhalb von 21 Tagen nach dem ursprünglichen Reisedatum liegt und Ziel und Kabinenklasse gleich bleiben.

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