Es war eine tödliche Woche für Saudi-Arabien. Bei Angriffen der Huthi-Miliz auf Flughäfen des Landes am Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Samstag und Sonntag sind insgesamt 19 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 340 wurden verletzt. Ein Ende ist nicht in Sicht. Huthi-Sprecher Yahya Saree erklärte alle saudischen Flughäfen außer Mekka und Medina zu «legitimen Zielen» und kündigte an, die Angriffe fortzusetzen, bis die Ziele seiner Miliz erreicht seien.
Sonntag nächster Beschuss
Doch eine halbe Stunde vor der geplanten Wiedereröffnung schlug erneut ein «unbekanntes Geschoss» am Terminal 4 ein und löste einen Brand aus. Ein Passagier an Bord eines rollenden Flugzeugs berichtete, das Geschoss sei gegen 20:30 Uhr Ortszeit auf dem Vorfeld neben mehreren geparkten Flugzeugen eingeschlagen. Das Flugzeug sei daraufhin zum Gate zurückgekehrt, wo alle Passagiere aussteigen mussten, schreibt die Zeitung Jerusalem Post.
Seitdem ist der Flughafen wieder geschlossen, derzeit bis mindestens am Dienstagmorgen früh. Die Folgen für den Flugverkehr im ganzen Land sind enorm. Die Zeitung Khaleej Times berichtet, dass am Montagmorgen 362 von 1048 geplanten Abflügen in Saudi-Arabien annulliert wurden, gut ein Drittel. Am Sonntag waren es noch 623 von 1096 Abflügen, so viele wie an keinem anderen Tag seit Beginn der Angriffe.
Fluggesellschaften meiden Saudi-Arabien
Die Luftfahrtbehörden reagieren ebenfalls. Die Easa rät schon seit Freitag von weiteren Teilen des saudischen Luftraums ab. Am Sonntag zog die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA nach. In einer bis zum 10. Dezember gültigen Anweisung (Notam) ruft sie US-Airlines zu besonderer Vorsicht bei Flügen nach und über Saudi-Arabien auf. Gefahr bestehe in allen Flughöhen, auch bei Start und Landung. Zudem warnt die FAA vor Störungen der Navigationssysteme. Ein Flugverbot ist das nicht.
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