Bilder der Überwachungskamera am Flughafen Ryadh:: Kurz danach wurde der Flughafen getroffen.

Schwere Angriffe auf RiyadhHuthi-Angriffe legen Saudi-Arabiens Luftverkehr lahm - Hunderte Flüge gestrichen

19 Tote, mehr als 340 Verletzte und Hunderte Flugausfälle: Die Angriffe der Huthi-Miliz auf saudische Flughäfen haben massive Folgen. Besonders schwer getroffen wurde der Flughafen Riyadh, der nach einem erneuten Angriffen weiter geschlossen bleibt. Immer mehr Airlines setzen ihre Flüge aus, während Luftfahrtbehörden vor den Gefahren warnen.

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Es war eine tödliche Woche für Saudi-Arabien. Bei Angriffen der Huthi-Miliz auf Flughäfen des Landes am Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Samstag und Sonntag sind insgesamt 19 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 340 wurden verletzt. Ein Ende ist nicht in Sicht. Huthi-Sprecher Yahya Saree erklärte alle saudischen Flughäfen außer Mekka und Medina zu «legitimen Zielen» und kündigte an, die Angriffe fortzusetzen, bis die Ziele seiner Miliz erreicht seien.

Am schwersten hat es bisher den Flughafen Riyadh getroffen. Bei dem Angriff am Samstag (10. Oktober) starben dort 13 Menschen, über 300 wurden verletzt. Danach stellten die Behörden den Betrieb ein, um das Ausmaß der Schäden zu erfassen und die Sicherheit der Anlagen zu prüfen. Die Schließung sollte bis am Sonntagabend dauern.

Sonntag nächster Beschuss

Doch eine halbe Stunde vor der geplanten Wiedereröffnung schlug erneut ein «unbekanntes Geschoss» am Terminal 4 ein und löste einen Brand aus. Ein Passagier an Bord eines rollenden Flugzeugs berichtete, das Geschoss sei gegen 20:30 Uhr Ortszeit auf dem Vorfeld neben mehreren geparkten Flugzeugen eingeschlagen. Das Flugzeug sei daraufhin zum Gate zurückgekehrt, wo alle Passagiere aussteigen mussten, schreibt die Zeitung Jerusalem Post.

Seitdem ist der Flughafen wieder geschlossen, derzeit bis mindestens am Dienstagmorgen früh. Die Folgen für den Flugverkehr im ganzen Land sind enorm. Die Zeitung Khaleej Times berichtet, dass am Montagmorgen 362 von 1048 geplanten Abflügen in Saudi-Arabien annulliert wurden, gut ein Drittel. Am Sonntag waren es noch 623 von 1096 Abflügen, so viele wie an keinem anderen Tag seit Beginn der Angriffe.

Fluggesellschaften meiden Saudi-Arabien

Immer mehr ausländische Fluggesellschaften meiden Riyadh. Lufthansa Group hat ihre Flüge in die saudische Hauptstadt bis 16. Oktober ausgesetzt, Flydubai bis 14. Oktober. Air Arabia hat die Flüge ab Sharjah eingestellt. Auch Air India, Indigo und Akasa Air fliegen Riyadh derzeit nicht an, ebenso Pakistan International Airlines und Philippine Airlines.

Die Luftfahrtbehörden reagieren ebenfalls. Die Easa rät schon seit Freitag von weiteren Teilen des saudischen Luftraums ab. Am Sonntag zog die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA nach. In einer bis zum 10. Dezember gültigen Anweisung (Notam) ruft sie US-Airlines zu besonderer Vorsicht bei Flügen nach und über Saudi-Arabien auf. Gefahr bestehe in allen Flughöhen, auch bei Start und Landung. Zudem warnt die FAA vor Störungen der Navigationssysteme. Ein Flugverbot ist das nicht.

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