Noch schwerer wiegt eine zweite Nachricht: Ein Saudia-Pilot kam bei den Angriffen ums Leben. Die Fluggesellschaft bestätigte seinen Tod am Freitag und sprach seiner Familie und seinen Kollegen ihr Beileid aus. Ob es sich bei dem beschädigten Flugzeug tatsächlich um den zunächst vermuteten Airbus A320 handelt, ließ Saudia offen. Auch, ob der Pilot sich im Flugzeug befand, ist nicht klar.
Zwei Angriffe auf den Flughafen Riyadh
Nach Angaben der saudischen Luftfahrtbehörde GACA gab es am Donnerstag zwei Angriffe. Der erste richtete sich gegen Flughafeneinrichtungen, der zweite gegen das Flugzeug von Saudia. Insgesamt starben drei Menschen, weitere wurden teils schwer verletzt. Die Huthi-Miliz aus dem Jemen hatte den Angriff auf den Flughafen für sich reklamiert.
Bereits in den Tagen zuvor waren mehrere saudische Flughäfen unter Beschuss geraten, darunter Dschisan, Nadschran und Abha. Die Huthi hatten Fluggesellschaften wiederholt aufgefordert, den saudischen Luftraum zu meiden.
Betrieb am Flughafen Riyadh zwischenzeitlich eingestellt
Am Donnerstagmorgen musste der Flughafen Riyadh seinen Betrieb für rund zwei Stunden unterbrechen. Zahlreiche Flüge verspäteten sich oder wurden gestrichen. Inzwischen läuft der Betrieb laut GACA wieder normal. Auch Saudia nahm ihre regulären Flüge am Donnerstag um 18 Uhr wieder auf.
Die Lufthansa-Gruppe bleibt dagegen vorerst bei ihrer Entscheidung, Riyadh nicht anzufliegen. Bis einschließlich 16. Oktober sind ihre Verbindungen ausgesetzt. Betroffen sind Flüge von Lufthansa ab Frankfurt und ITA Airways ab Rom.
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