Die Alternativroute für Project Sunrise: Sie führt am Nordpol vorbei.

Project SunriseQantas fliegt über spektakuläre neue Route nonstop nach London

Wenn die australische Fluggesellschaft ab 2027 nonstop zwischen Sydney und London fliegt, führt ein Teil der Flüge über eine der entlegensten Regionen der Erde. Die nördliche Alternativroute über die Polarregion bringt Qantas mehr Flexibilität und den Passagieren außergewöhnliche Ausblicke.

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In 15 Monaten geht es los. Ab Oktober 2027 wird täglich ein Airbus A350-1000 ULR von Qantas in Sydney starten und sich auf den Weg nach London machen. Und in der britischen Metropole hebt einer ab und macht sich auf den Weg in umgekehrter Richtung. Es werden die mit Abstand längsten Flüge der Welt. Rund 17.016 Kilometer beträgt die Distanz zwischen den beiden Städten. Westwärts werden die Fluggäste auf ihrer Reise rund 20bis 21 Stunden unterwegs sein, ostwärts rund 21 bis 22 Stunden.

Dabei wird Qantas in drei von vier Fällen die klassische Route Richtung Westen fliegen. Sie führt über Australien, dann über den Indischen Ozean und südlich von Sri Lanka und der Südspitze Indiens vorbei, danach über die Arabische Halbinsel und Ägypten. Am Ende geht es via Mittelmeer nach Europa und schließlich nach London. Je nach Wind- und Wettersituation und vor allem im Nordwinter, aber auch je nach geopolitischer Lage, wird die Fluggesellschaft auch ab und an eine neue Nordroute über die Polarregion wählen.

Airbus A350 fliegt eine faszinierende Route

Qantas bietet bei dieser Routenwahl den Passagierinnen und Passagieren ein faszinierendes Unterhaltungsprogramm vor dem Fenster. Denn die Airbus A350-1000 fliegen von Sydney aus an der australische Ostküste entlang nordwärts über den Pazifik, über die Salomonen, dann entlang der Aleuten-Ausläufer zur Beringstraße. Der Airbus A350 passiert dann die Nordküste Alaskas, fliegt entlang des kanadischen Territoriums Nunavut, südlich am Nordpol vorbei und dann über Ostgrönland. Von dort aus steuern sie weiter östlich von Island vorbei über Schottland bis nach London.

Auf den Flügen des Project Sunrise werden jeweils vier Pilotinnen und Piloten und 14 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter eingeteilt. Fürs Cockpit bildet Qantas derzeit bereits 40 Männer und Frauen aus, die noch auf Airbus A330 fliegen und nun die Umschulung auf den A350 durchlaufen. Bis zur Auslieferung des zwölften A350-1000 ULR sollen insgesamt mehr als 360 speziell geschulte Pilotinnen und Piloten sowie 1200 Kabinenmitarbeitende für die speziellen, ultralangen Flüge zur Verfügung stehen.

Qantas bietet in allen Klassen großen Sitzabstand

Um die rund 20 Stunden so angenehm wie möglich zu gestalten, hat Qantas die Airbus A350-1000 ULR für das Project Sunrise recht luftig bestuhlt. 238 Sitze stehen in dem 74 Meter langen Flugzeug. Das sind deutlich weniger, als Cathay Pacific (334 Sitze), British Airways (331) und Qatar Airways (327) in das gleiche Modell packen, auch wenn sie es nicht für Ultralangstrecken verwenden. Selbst in der Economy Class bietet Qantas einen Sitzabstand von 33 Zoll oder rund 84 Zentimeter), die Economy Plus im vorderen Teil des Bereichs sogar 34 Zoll (86 Zentimeter). Die Premium Economy bietet sogar 40 Zoll (102 Zentimeter).

Zwischen Premium Economy und Economy wird es in den A350-1000 eine sogenannte Wellbeing Zone geben, wo man sich die Füße vertreten oder Dehnübungen machen kann. Die 52 Business-Class-Suiten in 1-2-1-Konfiguration verfügen über Schiebetüren, einen Sitz, der sich in ein zwei Meter langes Bett verwandeln lässt, sowie einen 18-Zoll-Bildschirm. Die First Class umfasst sechs Suiten in einer 1-1-1-Anordnung. Jede bietet ein fest eingebautes, zwei Meter langes Bett, einen großen verstellbaren Ledersessel, einen 32-Zoll-Bildschirm, einen ausklappbaren Tisch sowie eine Garderobe.

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