Flieger von Croatia Airlines: 70 Prozent der Anteile gehen an einen privaten Investor.

70 Prozent an InvestorPrivatisierung von Croatia Airlines wird konkreter

Kroatien macht mit der geplanten Privatisierung der Staatsairline vorwärts. Die Entscheidung über das Vorgehen und einen Großinvestor für Croatia Airlines wird bis im Sommer umgesetzt.

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Luftfahrt

33,7 Millionen Euro bekommt Croatia Airlines bis ins kommende Jahr aus der Staatskasse. Mit dem Geld will Kroatien die staatliche Fluglinie vor allem über Wasser halten. Denn trotz gestiegener Passagierzahlen machte sie in der ersten Hälfte dieses Jahres Verlust.

Um Croatia Airlines aus den roten Zahlen zu manövrieren, beschloss die Regierung im vergangenen Sommer eine Teilprivatisierung. Es ist der x-te Versuch einer Entstaatlichung. Bisher war über die Pläne nicht viel bekannt. Doch jetzt verriet der kroatische Transportminister Oleg Butković erste Details: 70 Prozent der Anteile werden an einen privaten Investor verkauft, sagte der Politiker gemäß dem Portal Ex-Yu Aviation. Die restlichen 30 Prozent wird der Staat behalten.

Kroatien will aus Fehlern bei Adria lernen

Dass Kroatien die Anteile nicht komplett abgibt, hat einen bestimmten Grund: Das Land behält Einfluss auf Croatia Airlines. Im Nachbarland Slowenien scheiterte die vollkommene Privatisierung der einst staatlichen Adria Airways - vergangenen September meldete sie Insolvenz an. «Wir wollen keine strategische Partnerschaft, bei der wichtige staatliche Interessen und Dienstleistungen nicht gewährleistet sind», sagt Butković im Hinblick auf die Erfahrungen aus dem Nachbarland.

Im Falle von weiteren Geldproblemen würden zudem die Anteile Kroatiens den Zufluss von staatlichen Hilfszahlungen vereinfachen, so der Minister. Wer der Investor sein wird, steht bislang noch nicht fest. Bis zum Jahresende arbeitet Croatia Airlines verschiedene Pläne aus. Sobald sich das Land für eine Strategie entschieden hat, könnten sich Interessenten auf eine öffentliche Ausschreibung bewerben, sagt Butković.

Nicht nur Interessenten aus der Luftfahrt gesucht

Im Juni 2020 möchte die Regierung dann aus den Bewerbern einen Investor auswählen. Bei der Suche zielt die Regierung vorzugsweise auf einen Investor aus der Luftfahrt. Doch auch die Wahl eines anderen Investors sei möglich: «Die verschiedenen Geschäftspläne sehen verschiedene Typen von Investoren vor», erklärt der Transportminister. Interessenten soll es laut ihm bereits geben - wer diese sind, verrät er nicht.

Ein Plan sieht offenbar vor, Croatia Airlines in eine Staatsholding einzubringen. Ihr sollen dann auch sechs staatlich betrieben Flughäfen einverleibt werden. Doch einige Airports haben bereits Opposition gegen diese Idee angemeldet.

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