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Insolvenz

Adria Airways hebt nicht mehr ab

Die slowenische Nationalairline ist am Ende. Adria Airways hat Insolvenz angemeldet. Es endet eine 58-jährige Firmengeschichte.

Adria Airways

Airbus A319 von Adria Airways: Es ist aus.

Die Behörden hatten dem Management von Adria Airways vergangene Woche bis Mittwoch Zeit gegeben. Bis am 2. Oktober hätte es einen soliden Investor und einen tragfähigen Businessplan vorlegen müssen. Das es nicht geschafft.

Am Montag (30. September) meldete Adria Airways beim Handelsgericht am Firmensitz in Kranj Insolvenz an. Alle Flüge wurden umgehend annulliert. Eigentlich wollte die slowenische Nationalairline, nachdem sie an den Tagen zuvor jeweils nur zwei Flüge angeboten hatte, am Montag elf Flüge durchführen. Bis zuletzt sprach die Führung von «aktiven Verhandlungen mit potenziellen neuen Besitzern und wichtigen Gläubigern».

Privater Eigentümer

Adria Airways wurde 1961 als Charteranbieter gegründet, 1986 bekam sie ihren heutigen Namen. 2011 musste der Staat die Nationalairline mit einer Kapitalspritze stützen. Fünf Jahre später reichte er sie- an den deutschen Fonds 4K Invest weiter. Die heutigen Besitzverhältnisse sind undurchsichtig.

Zuletzt besaß Adria Airways eine Flotte von 20 Flugzeugen, Vor zehn Tagen begannen aber Leasingfirmen Jets zurückzuholen – wegen nicht bezahlter Rechnungen. Kurz darauf stellte die Fluglinie den Betrieb vorübergehend ein und nannte Geldmangel als Grund.



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