Boeing 787 von Royal Jordanian: Ein Pilot wurde politisch.

Royal JordanianPilot bezeichnet Jerusalem in Bordansage als «Hauptstadt Palästinas»

Über den Wolken ging es plötzlich nicht mehr um Flugroute oder Wetter. Ein Pilot von Royal Jordanian äußerte sich während eines Fluges politisch. In Israel stößt das auf heftige Kritik.

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Durchsagen aus dem Cockpit informieren normalerweise über Wetter, Flugroute oder die Ankunftszeit. Ein Pilot von Royal Jordanian nutzte sie nun für eine politische Botschaft und sorgte damit für viel Kritik. Während eines Fluges von Amman nach New York erklärte der Kapitän den Passagieren, die Boeing 787 fliege über palästinensisches Gebiet. Zudem bezeichnete er Jerusalem als «ewige Hauptstadt Palästinas». Die Ansage erfolgte sowohl auf Arabisch als auch auf Englisch. Eine Aufnahme verbreitete sich anschließend in sozialen Netzwerken und sorgte insbesondere in Israel für Kritik.

Der Vorfall ereignete sich auf einem Flug, der israelischen Luftraum überquerte. Der Pilot verwies in seiner Ansage zudem auf Sehenswürdigkeiten wie die Al-Aqsa-Moschee, den Felsendom und Bethlehem. An Bord wurde die Durchsage Berichten zufolge von einigen Passagieren mit Applaus aufgenommen. In sozialen Netzwerken erhielt der Pilot ebenfalls Zuspruch.

Royal Jordanian geht auf Distanz

Royal Jordanian geht auf Distanz. Ein Sprecher der Fluggesellschaft erklärte laut der Zeitung Times of Israel, man sei ein kommerzielles Unternehmen und betreibe keine Politik. Dennoch sorgt der Vorfall für Diskussionen. Jordanien und Israel unterhalten seit 1994 diplomatische Beziehungen und haben auch Abkommen zur Zusammenarbeit im Luftverkehr geschlossen.

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