Mittlerweile aussortiert: Baltias Boeing 747-200.

Baltia AirlinesPhantom-Airline Baltia ändert ihre Strategie

Seit 27 Jahren will Baltia Airlines mit ihrer Boeing 747 den Betrieb aufnehmen. Doch es fehlt die letzte Genehmigung der Behörden. Nun ändert das neue Management Strategie, Flotte und Namen.

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Es ist einiges da, was zu einer Fluggesellschaft gehört. Ein Flugzeug, ein Management, Büros im Terminal 4 des JFK International Airport in New York, ein Vielfliegerprogramm, eine Strategie. Auch die Erlaubnis des Transportministeriums in Washington besitzt Baltia Airlines schon. Nur eines fehlt - die Betriebsgenehmigung der amerikanischen Aufsichtsbehörde Federal Aviation Authority FAA. Darauf wartet die Fluglinie seit 27 Jahren.

Immigrant Igor Dmitrowsky gründete Baltia Airlines 1989, nachdem er zuvor mit seiner Kefir-Fabrik reich geworden war. Er wollte die führende amerikanische Airline für Flüge zwischen den USA und Osteuropa werden. Geplant waren Flüge zu Zielen in Russland, Lettland, der Ukraine und Weißrussland. Im Höhepunkt besaß Baltia sogar zwei Boeing 747-200. Eine ist inzwischen verschrottet worden, die andere steht ungenutzt herum. Denn der Airline fehlt es an Geld.

Neue Flugzeuge gesucht

Vergangenen Januar starb Gründer Dmitrowsky. Nun ist ein neues Management am Ruder. Es will Baltia Airlines völlig umkrempeln. «Ich glaube, es ist vorrangig für dieses Unternehmen, eine neue Richtung einzuschlagen», sagt der neue Geschäftsführer Anthony D. Koulouris. Wie die neue Strategie aussehen wird, das verrät der Manager indes noch nicht.

Nur so viel macht Koulouris klar: Baltia Airlines wird auf einen neuen Flugzeugtyp setzen. Derzeit laufe die Evaluation. Zudem habe man einen neuen Namen für das Unternehmen gewählt, ohne ihn bereits verraten zu wollen. Nicht zuletzt aber sucht der Manager, der in der Finanzindustrie groß geworden ist, neue Kapitalgeber. Die Börse ist indes nicht überzeugt: Der Baltia-Aktienkurs, der im Höhepunkt einmal bescheidene 14 US-Cent betrug, steht aktuell bei 0.0006 Cent.

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