Boeing 737 von Flyr: Die Zukunft ist ungewiss.

Kein Geld gesammeltNorwegische Flyr steht vor dem Aus

Die Fluggesellschaft hätte dringend frisches Geld gebraucht, um zu überleben. Doch mit ihren Bemühungen scheiterte Flyr. Jetzt ist die Zukunft ungewiss.

Top-Jobs

Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Schon im November sah es nicht gut aus. Ein erster Versuch der kleinen norwegischen Airline Flyr, an frisches Geld zu kommen, war gescheitert. Dabei hatte sie zuvor gesagt, sie brauche die 430 Millionen Norwegischen Kronen (rund 41 Millionen Euro) zum Überleben. Durch eine erneute Privatplatzierung an der Börse wollte Flyr es noch einmal versuchen. Doch auch das misslang.

Wie die Fluggesellschaft auf ihrer Webseite mitteilt, hat sie die Börse von Oslo am Montagmorgen (30. Januar) informiert, dass der neue Finanzierungsplan nicht erfolgreich war. «Das Unternehmen befindet sich daher in einer ernsten finanziellen Lage, und der Vorstand wird prüfen, ob es Alternativen für die Fortführung des Betriebs gibt», heißt es weiter.

Noch junge Airline

Am Montag würden noch alle Flüge stattfinden, so die Airline weiter. Für Dienstag (31. Januar) seien keine Flüge geplant. Wie es danach weitergehe, werde man schnellstmöglich mitteilen. Die Airline entschuldigt sich bei den Reisenden für die Unsicherheit, welche die Situation verursache.

Flyr ist noch jung. Erst seit Juni 2021 fliegt die Airline überhaupt. Im dritten Quartal 2022 meldete sie einen Betriebsverlust von 231,7 Millionen Kronen bei einem Umsatz von 610,4 Millionen Kronen.

Kerosinpreis zu hoch

Die Airline leidet stark unter den Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Weil sie zu klein ist, um beim Kerosinkauf Hedging zu betreiben – also Optionen auf Treibstoff zu kaufen -, muss sie zu tagesaktuellen Preisen tanken. Und das ist aktuell sehr teuer. Treibstoff macht bei vielen Airlines bis zu ein Drittel der Kosten aus.

Sollte Flyr es nicht schaffen, wäre es bereits die zweite Airline-Pleite des noch jungen Jahres. Am Wochenende hatte bereits die britische Flybe aufgegeben. Nach nur 290 Tagen scheiterte ihr Versuch, wieder abzuheben.

Mehr zum Thema

Jet von Flyr: Die Flotte besteht auf sechs Boeing 737-800 und sechs 737 Max 8.

Flyr bangt nach gescheiterter Finanzierung um ihre Zukunft

Flyr halbiert Flotte im Winter - Berlin bleibt im Flugplan

Flyr halbiert Flotte im Winter - Berlin bleibt im Flugplan

Flyr hat ihr Luftverkehrsbetreiberzeugnis erhalten

Flyr hat ihr Luftverkehrsbetreiberzeugnis erhalten

Flugzeugbetankung: Treibstoff ist wieder günstiger.

Was chinesische LKW mit dem starken Rückgang des Kerosinpreises zu tun haben

Video

hund veraengstigt
Für viele Tiere ist das Feuerwerk in der Silvesternacht der reinste Horror. Hundehalterinnen und -halter suchen daher mit ihren Tieren Zuflucht an Flughäfen. Und das nicht nur in Deutschland.
Timo Nowack
Timo Nowack
Prototyp der EFlyer 2: Dass Flugzeug soll 2026 von der FAA zertifiziert werden.
Der Eflyer 2 soll im kommenden Jahr zertifiziert werden. Sechs Jahre später als ursprünglich anvisiert. Dafür soll es ein elektrisches Schulungsflugzeug mit sehr geringen Betriebskosten werden, verspricht Hersteller Bye Aerospace.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A321 XLR von Aer Lingus: Das Flugzeug mit der Kennung EI-XLT fällt auf unbestimmte zeit nach einer harten Landung aus.
Ein Airbus A321 XLR der irischen Nationalairline ist am Flughafen Dublin hart gelandet. Das erst ein Jahr alte Flugzeug könnte Monate ausfallen und Aer Lingus Kosten in Millionenhöhe verursachen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies