Flieger von Lufthansa: Deutsche Airline-Gruppe bewirbt sich neben acht anderen europäischen Fluglinien um Subventionen aus Slowenien.

Keine Nachfolgerin von Adria AirwaysLufthansa und Swiss hoffen auf Subventionen aus Slowenien

Slowenien verzichtet auf eine neue Nationalairline und lockt mit Subventionen andere Airlines zu sich. Auch die Lufthansa-Gruppe bewirbt sich um slowenische Gelder.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Ganz freiwillig geschah der Kurswechsel nicht. Bis vergangenes Jahr hoffte Slowenien auf den Aufbau einer Nachfolgerin der bankrotten Staatsairline Adria Airways mithilfe der Lufthansa. Die deutsche Airline-Gruppe winkte jedoch ab, und erhöhte stattdessen ihre eigenen Frequenzen in das Land.

Enttäuschung machte sich in Slowenien nicht breit, ganz in Gegenteil: Die Regierung erkannte Vorteile daran, wenn ausländische Airlines den Aufbau von Flügen von und nach  Slowenien vorantreiben. Eine Wiederholung der Adria-Airways-Pleite mit einer neuen Nationalfluglinie droht so nicht mehr. Neun ausländische Fluglinien bewarben sich in Slowenien dieser Tage um Subventionen als Gegenleistung für Flüge in das Land.

Staatsairlines und Billigflieger

Es geht um durchgeführte sowie künftige Flüge. Insgesamt 1,5 Millionen Euro werden aufgeteilt für Flüge zwischen April und Oktober dieses Jahres. Es bewarben sich unter anderem Air France, Turkish Airlines, Lot sowie Lufthansa samt Tochter Swiss. Ein Sprecher der Lufthansa-Gruppe bestätigt gegenüber aeroTELEGRAPH, dass man im Rahmen des staatlichen Förderprogramms einen Antrag gestellt hat.

Auch die Billigflieger Easyjet und Wizz Air reichten laut dem Portal Ex Yu Aviation Anträge ein. Mit Air Serbia und Montenegro Airlines mischen zudem zwei kleinere Fluglinien aus der unmittelbaren Region mit. Für Flüge von Oktober bis kommenden Mai plant Slowenien die Auszahlung von insgesamt 3,5 Millionen Euro. Die Verteilung der Subventionen sind an Bedingungen geknüpft. In den vergangenen zwei Monaten müssen Airlines etwa mindestens zwei Flüge je Woche nach Slowenien durchgeführt haben.

Heftiger Rückgang

Eine von der slowenischen Regierung geformte Expertenkommission überprüft derzeit die Anträge der Fluglinien. Für das Land geht es nicht nur darum, ausländische Fluglinien zu finden, welche die Lücken der bankrotten Nationalairline Adria Airways füllen. Innerhalb Coronakrise gilt es generell, die Luftfahrt in dem Land wieder aufzubauen.

Den größten slowenischen Flughafen in der Hauptstadt Ljubljana fliegen derzeit nur drei Airlines an. Im Oktober ist das Passagieraufkommen im Vergleich zum Vorjahr um annähernd 90 Prozent zurückgegangen. Gute Chancen auf die slowenischen Subventionen kann sich die Lufthansa-Gruppe ausrechnen.

Lufthansa-Drehkreuze im Fokus

Zwar erfüllt Tochter Swiss nicht die Anforderung an zwei wöchentliche Flüge. Seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie im März fliegen die Schweizer Slowenien nicht mehr an. Doch bereits im vergangenen Jahr bemühte sich Slowenien um mehr Flüge zu den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt, München, Brüssel sowie Zürich - letzteres das Drehkreuz von Swiss.

Mehr zum Thema

Schulflugzeuge der ehemaligen Adria Airways: Flugschule für 7500 Euro verkauft.

Geschäftsmann und Ex-Richter planen weltgrößte Flugschule

Flugbegleiterin von Adria Airways: Die Uniformen sind nicht beliebt.

Niemand will die Uniformen von Adria Airways

Flieger von Adria Airways: Rückkehr mit neuen Jets und neuem Namen?

Bananenkönig kauft Lizenzen von Adria Airways

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack
united crj 450 interior
Neun Sitze weniger, dafür eine Business Class und mehr Komfort. United Airlines will bis 2028 rund 50 Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ 200 umrüsten und verpasst ihnen dazu gleich einen neuen Namen: CRJ 450.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Boeing 737 von Ariana Afghan Airlines nach dem sie zum Stoppen kam: Keine Verletzten.
Eine Boeing 737 ist in Kabul nach der Landung von der Piste abgekommen. Niemand wurde verletzt. Das Flugzeug erlitt jedoch erhebliche Schäden. Ariana Afghan Airlines erklärt, solche Vorfälle seien keine Seltenheit, und verweist auf das Unglück in New York-LaGuardia.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin