Derzeit hat Lufthansa Dreamliner in zwei verschiedenen Kabinenkonfigurationen. Zum einen sind da noch drei 787-9, die Boeing ursprünglich mal an Hainan Airlines ausliefern wollte. Sie haben 26 Plätze in der Business Class, 21 in der Premium Economy und 247 in der Economy. Allerdings werden diese Jets zu Tochter Austrian Airlines wechseln.
Alle anderen Boeing 787-9 von Lufthansa haben die Allergris-Kabine mit 28 Plätzen in der Business Class und 28 Plätzen in der Premium Economy Class. Hinzu kommen 231 Economy-Class-Sitze. In der Business Class sind weiterhin drei Sitze aufgrund der ausstehenden Zulassung durch die US-Behörde FAA nicht nutzbar. Lufthansa hofft, noch «dieses Jahr die letzten drei Business-Class-Plätze in der 787 endlich zertifiziert zu bekommen», sagte Konzernchef Carsten Spohr am Dienstag (3. November) in einem Mediengespräch zu den Quartalszahlen.
Boeing 787 auf Strecken für größere Flugzeuge unterwegs
Die fehlenden Sitze sind für Lufthansa besonders ärgerlich, da sie eine hohe Nachfrage in den Premiumklassen verzeichnet und ihre größeren Flugzeuge weiter auf sich warten lassen. So würden die Boeing 787-9 teilweise auf Strecken fliegen, auf denen eigentlich Airbus A350-1000 oder Boeing 777-9 zum Einsatz kommen sollten, so Spohr. Der Dreamliner biete «teilweise eine zu kleine Business Class im Verhältnis zu dem, was wir verkaufen könnten».
Die Lage würde sich verbessern, da «hoffentlich schon in wenigen Tagen der erste A350-1000 dann weitere zu uns kommen, die eine recht große Business Class haben», sagte Spohr. Die Flugzeuge werden 49 Plätze in der Geschäftsreiseklasse bieten.
«Einen Teil unserer Boeing 787 mit größerer Business Class»
Aber damit nicht genug. «Wir überlegen in der Tat auch Economy-Class-Reihen aus dem Flugzeug herauszunehmen und durch zusätzliche Premium-Economy-Reihen zu ersetzen», sagte der Lufthansa-Group-Chef. Denn die Zwischenklasse sei sehr erfolgreich.
Das Gleiche schaue man sich auch für die Business Class an, wo es deutlich aufwändiger sei. «Ich darf aber jetzt schon sagen, dass wir in sehr fortgeschrittenen Gesprächen mit Boeing darüber sind, auch einen Teil unserer Boeing 787 mit einer größeren Business Class entgegenzunehmen.» Eine genaue Sitzanzahl nannte Spohr nicht, sagte aber: «Die Nachfrage ist so gut, dass wir das optimistisch angehen.»
Lufthansa Group erhält von Boeing noch 27 Dreamliner
Lufthansa Group erwartet von laut Boeing-Zahlen von Ende September noch 27 Boeing 787-9. Da eines dieser Flugzeuge im Oktober ausgeliefert wurde, bleiben noch 26.
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