Jets von Eurowings und Lufthansa sowie Condor: Weniger Zusammenarbeit.

Abkommen gekündigtLufthansa Group beendet Condor-Kooperation zu vergünstigten Dienstreisen auch für Eurowings, Swiss, Austrian und Co.

Erst kündigte Lufthansa ihr eigenes Abkommen mit Condor, das vergünstigte Dienstreisen möglich machte. Jetzt beendet der Konzern auch die entsprechenden Vereinbarungen von Eurowings, Swiss, Discover Airlines, Brussels Airlines und Austrian Airlines mit Condor.

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Im August kündigte Lufthansa eine Vereinbarung mit Condor zu sogenannten Duty-IDReisen. Seit September können Condor-Mitarbeitende daher über das Buchungssystem namens My ID Travel keine vergünstigten Dienstreisen mehr mit Lufthansa buchen und Lufthansa-Mitarbeitende nicht mehr mit Condor. Eine Condor-Sprecherin kommentierte damals: «Wir bedauern diese Entscheidung, da entsprechende Vereinbarungen auch zwischen im Wettbewerb stehenden Fluggesellschaften branchenüblich sind.»

Ein Lufthansa-Sprecher sagte: «Künftig beschränkt sich diese gegenseitige Nutzung auf private Reisen.» Der Grund für das Ende der vergünstigten Dienstreisen sei, «dass die Vereinbarung über einen längeren Zeitraum deutlich unausgewogen genutzt wurde und der Grundgedanke einer gegenseitigen Nutzung damit nicht mehr gegeben war.»

Abkommen enden Ende September und Ende Oktober

All das bezog sich zunächst nur auf die Fluglinie Lufthansa. Flüge mit den anderen Airlines der Lufthansa-Gruppe waren zunächst nicht betroffen und weiterhin vergünstigt buchbar. Doch das ändert sich. Denn Lufthansa Group hat für Condor jetzt auch die entsprechenden Duty-Travel-ID-Abkommen mit Eurowings, Swiss, Discover Airlines, Brussels Airlines und Austrian Airlines gekündigt, wie interne Dokumente zeigen, die aeroTELEGRAPH vorliegen.

Zwischen Austrian Airlines und Condor enden die entsprechenden Buchungsmöglichkeiten mit dem 30. September. Zwischen Eurowings, Swiss, Discover Airlines sowie Brussels Airlines und Condor sind die vergünstigten Buchungen letztmalig am 31. Oktober möglich.

Mitarbeitende werden öfter mit der Bahn fahren müssen

Condor hat ihre Mitarbeitenden informiert, dass sie als Folge nun verstärkt alternative Verbindungen nutzen müssen, teilweise auch mit anderen Verkehrsmitteln wie der Bahn. Dadurch könne es vereinzelt auch zu ungewohnten Dienstplan-Kombinationen kommen.

Die Folgen sind aber nicht einseitig: Da solche Abkommen beidseitig gelten, haben auch Eurowings, Swiss, Discover Airlines, Brussels Airlines und Austrian Airlines künftig nicht mehr die Möglichkeit, für Dienstreisen ihrer Mitarbeitenden vergünstigt bei Condor zu buchen.

«Damit endet Abkommen mit der gesamten Lufthansa Group»

Eine Condor-Sprecherin bestätigt, «dass nach Lufthansa nun auch die weiteren Airlines der Lufthansa Group» das Duty-Travel-Abkommen mit Condor gekündigt haben. «Damit endet das Abkommen mit der gesamten Lufthansa Group bis zum 1. November 2026», so die Sprecherin, die - wie schon im August - erklärt, dass man diese Entscheidung bedauere.

«Notwendige Dienstreisen werden selbstverständlich weiterhin sichergestellt», so die Condor-Sprecherin. «Hierfür werden alternative Verbindungen genutzt oder, sofern erforderlich, reguläre Tickets gebucht.» Von Lufthansa Group lag bis zum Erscheinen dieses Artikels noch keine Stellungnahme zu der Entscheidung des Konzerns vor.

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