Bombardier CRJ 900 der Ciytline: Saarbrücken wird die temporäre Heimat.

Saarbrücken und BerlinHier parkt Lufthansa die Flugzeuge von Cityline

Rund drei Monate nach der plötzlichen Stilllegung von Lufthansa Cityline kommt Bewegung in die Flotte. Mehrere Bombardier CRJ 900 und Airbus A319 wurden bereits an andere Flughäfen überführt, Saarbrücken spielt dabei eine zentrale Rolle. Und die Parkgebühren.

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Luftfahrt

Der 16. April dürfte allen Mitarbeitenden von Lufthansa Cityline lange in Erinnerung bleiben. An diesem Tag entschied Lufthansa, die Wet-Lease-Verträge mit der Tochter mit sofortiger Wirkung zu beenden. Das teilten die beiden Chefs der Zubringerairline in einem Schreiben an die Belegschaft mit. Die Mitarbeitenden wurden freigestellt, die Flugzeuge blieben am Boden.

Die gesamte Flotte ist Eigentum der Lufthansa und die Airline hatte die Flugzeuge vorerst an ihren Basen in Frankfurt und München geparkt. Ein gutes Vierteljahr später kommt Bewegung in die stillgelegte Flotte. Zwar stehen die meisten Flugzeuge nach wie vor an ihren ursprünglichen Standorten in Frankfurt und München. Doch mehrere Flugzeuge sind mittlerweile an andere Flughäfen überführt worden.

Lufthansa schickt 16 Bombardier CRJ 900 nach Saarbrücken

Ein Lufthansa-Sprecher teilt gegenüber aeroTELEGRAPH mit: «Im Zuge der vorläufigen Betriebsstilllegung von Lufthansa Cityline hat Lufthansa entschieden, die in ihrem Eigentum stehenden Flugzeuge aus Kapazitäts- und Kostengründen an verschiedenen Flughäfen zu parken». Ein Flughafen kommt dabei eine besondere Rolle zu: Saarbrücken.

Mittlerweile sind neun Bombardier CRJ 900 nach Saarbrücken verlegt worden. Laut Airnav.Radar war die D-ACNA am 17. Juli die erste, D-ACNE und D-ACNI weitere folgten bis 24. Juli. Und damit nicht genug: «Zwischen Mitte Juli und Anfang August werden 16 CRJ900 nach Saarbrücken überführt». Sechs weitere Bombardier stehen aktuell in Klagenfurt, so der Sprecher weiter.

Airbus A319 parken in Berlin

Während Lufthansa die kanadischen Kurzstreckenjets in Saarbrücken parkt, schickt der Konzern die Airbus A319 nach Berlin. Laut Daten von Airnav Radar sind fünf der zwölf Flugzeuge zwischen Ende Mai und Ende Juni von München nach Berlin geflogen worden. Ein weiterer Airbus wird offenbar noch nach Berlin fliegen, denn laut dem Sprecher plant Lufthansa, insgesamt sechs Airbus A319 in Berlin zu parken. Die übrigen sechs Airbus A319 verbleiben vorerst in München, so der Sprecher.

Die verbliebenen Airbus A319 in München sind laut den Daten des Flugverfolgungsdienstes regelmäßig mit kurzen Platzrunden zwischen 30 und 40 Minuten in der Luft. Solche Flüge dienen üblicherweise technischen Kontrollen, etwa von Triebwerken oder Avionik, ohne dass sich am eigentlichen Standort etwas ändert.

Airbus A321-P2F fliegen nach Sofia

In Sofia steht seit dem 20. Juli auch der zweite Airbus-A321-Umbaufrachter der ehemaligen Cityline-Frachtflotte. Der erste, die D-AEUJ, ist am 20. Juli von Sofia weiter nach Luqa auf Malta geflogen. Lufthansa Cargo hatte kürzlich die Lufthansa-Logos von den Umbaufrachtern entfernt. Dazu teilt der Lufthansa-Sprecher weiter mit, dass in Ljubljana und Sofia Wartungsarbeiten stattfinden.

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